Zentrale Wasserversorgung ist gesichert

Nach 37 Jahren kann der Bau endlich beginnen: Zusammen mit dem Wasserzweckverband Taufkirchen wird dieses Vorhaben nun umgesetzt.
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Nach 37 Jahren kann der Bau endlich beginnen: Zusammen mit dem Wasserzweckverband Taufkirchen wird dieses Vorhaben nun umgesetzt.

Oberneukirchen –. Startschuss für den Ausbau der zentralen Wasserversorgung in Oberneukirchen.

Damit schließt sich ein Kapitel in der Gemeinde, das vor 37 Jahren aufgeschlagen worden ist.

„Das ist heute ein besonderer Tag, denn heute ist offizieller Baubeginn der Wasserversorgung im Außenbereich“, sagte Bürgermeisterin Anna Meier (FWG) am Montag. Nötig geworden war dieser Schritt, nachdem in den vergangenen zwei Jahren bei 36 von 86 Brunnen im Außenbereich der Grundwasserspiegel gesunken ist. Rückblickend gab es laut Meier die ersten Probleme bereits 2017, die Situa tion verschlimmerte sich nach dem Dürrejahr 2018. Brunnen versiegten, sodass teilweise nur durch Wasserlieferungen oder über das Bereitstellen von Wasserbehältern die Versorgung aufrechterhalten werden konnte.

Auch seitens des Gesundheitsamtes gab es vermehrt Einwände hinsichtlich der Wasserqualität. Weitere Wasseranschlüsse im Außenbereich waren unumgänglich. Die Entscheidung fiel auf eine zentrale Wasserversorgung in Zusammenarbeit mit dem Wasserzweckverband Taufkirchen.

Im Zuge der Arbeiten sollte Oberneukirchen an das Netz der Taufkirchener Gruppe angeschlossen werden. Der Ausbau wurde im Oktober 2019 mit Gesamtkosten von voraussichtlich 3,7 Millionen Euro beschlossen, Fördergelder wurden dazu aber nicht gewährt.

Um die Kosten auf die einzelnen Anschlussnehmer zu verteilen, wurde eine Solidargemeinschaft gebildet und ein Kostenverteilungsschlüssel festgesetzt. Ein besonderer Dank Meiers galt Gabi Grundner, Ludwig Brandwirth und Jakob Bichlmaier, stellvertretend für den Wasserzweckverband. „Seitdem habe ich viel erleben dürfen, aber auch erleben müssen, es war kein Kindergeburtstag“, sagte Anna Meier. Das Ziel sei jedoch trotz des steinigen Weges erreicht worden.

Stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sonntag sprach von einem zukunftsfähigen Neuanfang. Der Bau einer Wasserversorgung sei eine Herausforderung, die nur durch Zusammenarbeit gemeistert werden kann. „Für Oberneukirchen ist es eine großartige Leistung, trotz Corona-Pandemie in so kurzer Zeit diese enorme Aufgabe zu meistern.“

Jakob Bichlmaier, Vorsitzender des Wasserzweckverbandes, sprach von einem historischen Tag. „Es sind meine letzten Stunden als Vorsitzender, dieser Baubeginn ist für mich ein schöner Tag nach 24 Jahren Wasserzweckverband.“

Mit dieser Baumaßnahme schließt sich nun ein Kapitel, das vor 37 Jahren aufgeschlagen wurde. Damals konnte aufgrund von Widerständen der Ausbau einer zentralen Wasserversorgung nur zum Teil durchgeführt werden. fim

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