Zehn Jahre Arbeit für Suchtkranke

Bei der Feier (von links):Alexandra Bohn, Fachdienstleitung Fachambulanz für Suchtkranke, und Sandra Haslbeck, Teamleitung ambulant betreutes Einzelwohnen. Caritas

Mühldorf. – Die Caritas Fachambulanz für Suchtkranke bietet seit zehn Jahren das „Ambulant Betreute Wohnen“ an.

Menschen mit einer chronischen Suchterkrankung werden in den eigenen vier Wänden begleitet. Dabei geht es um eine individuelle Unterstützung, sei es was die Tagesstruktur, Behördengänge oder die Bewältigung des Haushalts betrifft. Das Ziel ist dabei insbesondere, den Personen wieder die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

In einem Gottesdienst feierten Pater Bernhard Stiegler, Caritas-Kreisgeschäftsführer Richard Stefke und zahlreiche Gäste in der Unterkirche der Pfarrkirche Christkönig dieses Jubiläum.

Die Fachdienstleiterin Alexandra Bohn brachte es dabei mit ihrem Text treffend auf den Punkt, dass es wichtig ist, Brücken zu bauen und Freundschaft zu pflegen, vor allem auch im Bereich der Suchterkrankungen.

Beim Stehempfang im Bischoff-Neumann-Haus würdigten der Zweite Landrat Alfred Lantenhammer (CSU), Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) und Bezirksrätin Claudia Hausberger (CSU) den Einsatz des Teams.

Alexandra Bohn und Teamleitung Sandra Hasl-beck wagten einen amüsanten Rückblick: „Es ist spannend und erfüllend, weil es hier um Menschen geht und wir sie täglich bei ihrer Entwicklung in ihrem Lebensumfeld nah begleiten dürfen.“

Diese Herausforderung war für das Caritas-Zentrum Mühldorf der Anlass, das Projekt „Ambulant Betreutes Wohnen“ auf den Weg zu bringen. Wo die schon damals bestehende klassische Suchtberatung nicht mehr ausreichte, wo Suchtkranke nachgehende und ergänzende Betreuung im persönlichen Lebensumfeld brauchten, sollte der neue Fachdienst greifen.

Teamleiterin Sandra Hasl- beck arbeitet täglich mit ihren Mitarbeitern für Menschen mit allen Formen von Sucht: Alkohol, Drogen, Medikamente. So unterschiedlich ihr Alter, ihre Lebensgeschichten, so haben sie doch alle eines gemeinsam: Den Verlust des Lebensgleichgewichtes, sei es im Umgang mit Behörden, mit Geld, mit anderen Menschen. „Die Teilhabe am Leben wiederherstellen oder neu stärken“ – so lautete die Aufgabe. Mit der stetig steigenden Zahl von Betreuten wuchs auch der Umfang: Was einst mit einer Teilzeitstelle begann, ist heute ein Team von sieben Mitarbeitern der Caritas, die sich aktuell um die intensive Begleitung von 17 Menschen mit Suchterkrankung kümmern. Durch Spenden kann das Team ein drittes Dienstfahrzeug anschaffen.

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