Aus der Bürgerversammlung

Wohnungen auf dem Molkereigelände: Das ist in den Ampfinger Ortsteilen geplant

Noch ist üppiger Baumwuchs entlang der Weidenbacherstraße, wo später die Verlängerung des Gehweges angedacht ist.
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Noch ist üppiger Baumwuchs entlang der Weidenbacherstraße, wo später die Verlängerung des Gehweges angedacht ist.
  • Rita Stettner
    vonRita Stettner
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Lange war nicht klar, was mit dem ehemaligen Molkereigelände in Salmanskirchen passieren soll. Jetzt hat die Gemeinde konkrete Pläne dafür, die Bürgermeister Josef Grundner in der Bürgerversammlung vorstellte. Allerdings nicht das einzige Thema aus den Gemeindeteilen Stefanskirchen und Salmanskirchen.

Ampfing – In Stefanskirchen soll das Almshamer Feld erweitert werden, um Wohnraum für junge Familien zu schaffen. Aktuell muss hier die Gemeinde gegenüber der Regierung von Oberbayern den Bedarf darlegen. Da jedoch in Stefanskirchen dringender Bauhandlungsbedarf besteht, steht Bürgermeister Josef Grundner der Genehmigung positiv gegenüber.

Entlang der Weidenbacher Straße soll auf rund 75 Meter Länge eine „Gehweglücke“ geschlossen werden. Es ist geplant, am östlichen Rand der MÜ 21 von Hausnummer 5 bis zur Kampenwandstraße den neuen Gehweg zu errichten. Aktuell befindet sich die Gemeinde in den Verhandlungen mit den Grundstückseigentürmern. Die Gesamt-Baukosten belaufen sich laut Kostenberechnung auf rund 90 500 Euro netto inklusive Grunderwerb.

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Zu Salmanskirchen gab Bürgermeister Josef Grundner Auskunft zum Stand des ehemaligen Molkereigeländes: Das Gebäude wird abgebrochen und mit zwei Wohngebäuden mit insgesamt zwölf barrierefreien Wohneinheiten bebaut. Hier entsteht bezahlbarer Wohnraum für junge Familien und Senioren. Inzwischen fand ein Planungswettbewerb statt. Für den Abbruch der Gebäude wurden der Gemeinde Zuschussmittel aus dem Dorferneuerungsprogramm der Ländlichen Entwicklung (60 Prozent) und dem Kommunalen Wohnbauförderprogramm des Freistaates Bayern (30 Prozent) in Aussicht gestellt. Bisher war die Fläche der Molkerei als Gewerbefläche ausgewiesen, was die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplans nötig macht, die Beschlüsse sind bereits gefasst.

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In Salmanskirchen wird der Gehweg entlang der MÜ 26 über den Aidenbach verlängert. Der Gehweg aus Salmanskirchen endet aktuell abrupt bei Hausnummer 143 vor der Stengerbachbrücke. Geplant ist, den Weg entlang der Kreisstraße MÜ 26 über den Stengerbach weiterzuführen und in den Geh- und Radweg einmünden zu lassen. Hierfür ist es notwendig, den Wellblechdurchlass zu verlängern. Die Gesamt-Baukosten belaufen sich laut Kostenberechnung auf rund 165 200 Euro netto. „Pläne für eine Baulandausweisung in Salmanskirchen gibt es momentan nicht“, sagte Grundner. Es gebe aber private Besitzer, die eventuell Bauplätze veräußern würden.

Bauland in Stefanskirchen, Abrisskosten der Molkerei in Salmanskirchen

Auch für die Ortsteile Stefanskirchen und Salmanskirchen hatten die Bürger fragen.

Zum Ortsteil Stefanskirchen: Auf die Frage, ob der Gehweg an der Weidenbacherstraße verlängert wird, hatte Bürgermeister Josef Grundner gute Nachrichten. Aktuell laufen die Verhandlungen mit den Grundstückeigentümer. Mit den Bauarbeiten soll im Frühjahr 2021 begonnen werden. Auch neues Bauland soll in Stefanskirchen ausgewiesen werden. Derzeit laufen die Planungen, das Almshamerfeld zu erweitern.

Zum Ortsteil Salmanskirchen wollte ein Bürger wissen, wie hoch die Kosten für den Abbruch des Molkereigeländes sind.

Dazu konnte Grundner noch nicht viel sagen. „Für den Abbruch sind Planer beauftragt. Ist diese Phase abgeschlossen, können auch die Kosten für den Abbruch ermittelt werden.“ Pro Haus seien auf dem Gelände zwölf Wohneinheiten geplant.

„Gibt es in Salmanskirchen wieder einen Dorfladen?“, wollte ein weiterer Bürger wissen. Grunder zufolge wird das Gespräch mit dem bisherigen Vermieter gesucht, um eine Lösung zu finden. Außerdem bestehe die Möglichkeit, ein Gebäude abzureißen und dort ein neues Gebäude zu errichten. Was sich Grundner ebenfalls als Möglichkeit vorstellen kann: ein mobiler Laden, der täglich für ein paar Stunden Halt in Salmanskirchen macht.

Neues Bauland wird es vorerst nicht in Salmanskirchen geben. „Derzeit ist hier nichts geplant“, wie Bürgermeister Grundner informierte.

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