60 Jahre Ehe

„Wo is denn blos de Zeit hikemma?“ Taufkirchner Ehepaar feiert diamantene Hochzeit

Maria und Adolf Mittermaier hätten das Fest der diamantenen Hochzeit gerne größer gefeiert. Corona hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Alfons Mittermaier, Bürgermesiter und Neffe des Jubiläumspaares, kam trotzdem vorbei, um zu gratulieren.
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Maria und Adolf Mittermaier hätten das Fest der diamantenen Hochzeit gerne größer gefeiert. Corona hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Alfons Mittermaier, Bürgermesiter und Neffe des Jubiläumspaares, kam trotzdem vorbei, um zu gratulieren.

Er macht das Holz und kümmert sich um die Hennen. Sie kocht und macht den Garten. Noch immer funktioniert die Aufgabenteilung zwischen Maria und Adolf Mittermaier. Seit 60 Jahren ist das so. So lange ist das Ehepaar aus Taufkirchen verheiratet.

Taufkirchen – „Wo is denn blos de Zeit hikemma“, fragt Maria Mittermaier an ihrem 60. Hochzeitstag nachdenklich, aber zufrieden. Gerne hätten sie und ihr Mann Adolf das besondere Ehejubiläum in einem größeren Rahmen gefeiert, aber Corona lässt dies derzeit nicht zu. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, meint Tochter Maria, die auch schon einen Plan parat hat.

Aufgabenteilung funktioniert

Die Stallbauern-Leut genießen ihren gemeinsamen Lebensabend und bewältigen tägliche Arbeiten immer mit Freude. So ist der Adolf für zehn Hennen verantwortlich und auch Holzarbeiten gehören noch immer zu seinem Aufgabenbereich.

Seine Maria kümmert sich um den Haushalt und verwöhnt die Familie und auch Gäste mit köstlichen Kuchen- und Tortenvariationen. Aber auch der Garten und die Blumen stehen in ihrer Obhut.

Sie mag Sudoku und Kaffee

Viele Jahre hielt sie sich beim Damenturnen fit. Dazu ist sie ein Sudokofan besonderer Art, und auch die Kaffeerunde bringt Abwechslung in ihr Leben.

Die Wiege des diamantenen Hochzeiters stand auf dem Winklerhof in der damaligen Gemeinde Zeiling. Dort erblickte er am 3. Juli 1933 das Licht der Welt und wuchs mit sieben Geschwistern auf. Nach der Schulzeit wurde er zuhause auf dem elterlichen Hof gebraucht, später war 17 Jahre das Baugeschäft Sepp Binder in Kraiburg sein Arbeitgeber und anschließend war er noch 18 Jahre bis zur Verrentung als Maurer im Baugeschäft Alfons Binder in Taufkirchen beschäftigt.

Seine Frau Maria, eine geborene Mitterer, kam am 27. Juni 1935 in Franking zur Welt und wurde nach der Schulzeit als einzige Tochter auch zuhause gebraucht. Nach einer „siebenjährigen Kennenlernzeit“ so die Ehefrau, wurde im Oktober 1960 in Taufkirchen geheiratet. Mit der Geburt von Sohn Adolf und Tochter Maria wurde aus dem Eheglück ein harmonisches Familienleben. Jetzt gehören zwei Enkel und ein Urenkel zur Familie.

Begeisterter Imker und starker Sänger

Gemeinsam bewirtschaftete das Paar die Landwirtschaft bis ins Jahr 1998 und modernisierte das ganze Gehöft in Eigenleistung. Schon als Bub holte er sich daheim viel Wissen über die Imkerei und so war der Adolf auch über 50 Jahre als begeisterter Imker tätig.

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Über 50 Jahre verstärkte der Jubilar den Taufkirchner Kirchenchor. Die Teisinger Mundharmonikagruppe war auch ein Bestandteil seiner Freizeitbeschäftigung. Und beide beteiligten sich mit den Neumarkter Wanderfreunden an vielen Wanderungen. Beim Seniorenclub waren sie als Schriftführerin und Kassenprüfer im Vorstand tätig und sind immer noch aktiv bei den Ausflügen und Seniorennachmittagen dabei. Auch der Gartenbauverein, Zimmerer- und Maurerverein, die Alt und Jung Schützen, der Imkerverein, Georgiverein und die Marianische Männerkongregation schätzen den Stallbauern Adi als Mitglied.

Bürgermeister Alfons Mittermaier, ein Neffe des Jubelpaares, gratulierte zum Ehejubiäum auch im Namen der Gemeinde und überbrachte eine Geschenkkorb.

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