Wirtschaftliches Wachstum macht sich bemerkbar: Landkreis Mühldorf steigert die Umlagekraft

Die starke Wirtschaft hatdie Umlagekraft der Gemeinden, Städte und Landkreise in Oberbayern steigen lassen. DPA
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Die starke Wirtschaft hatdie Umlagekraft der Gemeinden, Städte und Landkreise in Oberbayern steigen lassen. DPA

Erhöhung gegenüber 2019 um 6,3 Prozent, allerdings erhöht sich auch die Bezirksumlage auf rund 29,5 Millionen Euro.

Mühldorf – Der Landkreis Mühldorf konnte seine Umlagekraft steigern. „Wir profitieren noch von den guten Jahren des wirtschaften Wachstums und guten Ertragssituationen der Wirtschaft. Aufgrund dieser guten wirtschaftlichen Entwicklung und damit sehr niedrigen Arbeitslosenquote erhält der Landkreis mehr Gewerbe und mehr Einkommenssteuer und im Gegenzug müssen wir wegen der sehr niedrigen Arbeitslosenzahl weniger Sozialleistungen tragen“, erklärt Landrat Georg Huber.

Im Landkreis Mühldorf ist die Umlagekraft um 6,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 gestiegen. Im Bezirks Oberbayern betrug diese Steigerung im gleichen Zeitraum 10,3 Prozent.

Dies hat für den Landkreis Mühldorf zur Folge, dass die Bezirksumlage bei gleichem Hebesatz von 21 Punkten bei rund 29,5 Millionen Euro liegt, was in Summe zum Vorjahr eine Steigerung um knapp zwei Millionen Euro bedeutet. Dies ist der deutlichen Umlagekraftsteigerung in Oberbayern geschuldet,

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Der Bezirk Oberbayern finanziert im Landkreis Mühldorf Grundsicherung und Hilfen nach SGB XII in Höhe von rund 39,8 Millionen Euro. Nach Abzug der Bezirksumlage von rund 25,2 Millionen Euro, bleibt ein Vorteil für die Gemeinden im Landkreis Mühldorf von rund 14,6 Millionen Euro.

Im Rahmen des „Kommunalen Finanzausgleichs“ berechnet das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung die Steuer- und Umlagekraft der bayerischen Gemeinden und Gemeindeverbände. Die Steuerkraft einer Gemeinde ist dabei die Summe der für sie geltenden Steuerkraftzahlen und drückt aus, in welcher Höhe die Gemeinde Steuern einnehmen kann, wenn statt der individuellen Steuerhebesätze der Gemeinden landeseinheitliche Hebe- und Anrechnungssätze gelten würden. Es handelt sich hierbei also um nivellierte Steuereinnahmen, die die Einnahmemöglichkeiten einer Gemeinde widerspiegeln. Die Steuerkraft ist damit ein Maß für die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Gemeinde. Der Berechnung der Steuerkraft werden die Steuereinnahmen des Vorjahrs zugrunde gelegt. Als Umlagekraft einer Gemeinde wird die Summe ihrer Umlagegrundlagen bezeichnet.

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