„Wir müssen jetzt nach vorne schauen“

Töging. – Günter Zellner wollte für die SPD den Rathaussessel zurückerobern.

Am Ende erreichte er 19,3 Prozent der Stimmen. Ein Ergebnis, das ihn ganz und gar nicht zufriedenstellte. Er machte keinen Hehl daraus, dass er über dieses Ergebnis ziemlich enttäuscht ist und sich deutlich mehr erwartet hatte. Das Feedback aus Gesprächen und Versammlungen sei eigentlich anders gewesen. „Wir haben viel investiert und sind dafür nicht belohnt worden“, sagte der SPD-Kandidat.

Dabei bescheinigte er dem wiedergewählten Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst, dass dieser seinen Amtsbonus „voll ausgespielt hat“.

Amtsbonus spielteine wichtige Rolle

Für die Freien Wähler Töging hat sich Brigitte Gruber um das Bürgermeisteramt beworben. Sie erreichte mit 11,1 Prozent ein achtbares Ergebnis. Zwar hat sie sich mehr erhofft, doch auch sie ist überzeugt, dass der Amtsinhaberbonus Dr. Tobias Windhorst zugute gekommen ist. Dabei zollt sie dem alten und neuen Bürgermeister ihren Respekt für dessen Ergebnis. Das sei eine „außerordentliche Leistung gewesen“. Sie selbst und ihre Partei müssen jetzt nach vorne schauen.

Eine Erkenntnis, die sie aus diesem Wahlkampf gewonnen hat, ist, dass Wahlkampf nicht so viel bringt. „Wir haben uns reingehängt und das Feedback bei unseren Veranstaltungen war ganz anders, als das tatsächliche Ergebnis“.

Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Menschen Wahlkampf, wenn er zu aggressiv geführt wird, auch nicht mögen. Daher sei es umso schwieriger, sich gegen einen Amtsinhaber durchsetzen zu können. hsc

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