„Wir kommen daher aus dem Morgenland“: Unterwegs mit den Mettenheimer Sternsingern

Unterwegs in Mettenheim, um den Segen in die Häuser zu bringen.Das Lied tragen die drei Burschen als Gedicht vor. „So haben wir das immer gemacht. Unsere Sangeskünste sind nicht die besten“. Von links: : Stefan Praßl, Florian Huber, Tim Praßl, Robert Peukert. Niederschweiberer

„Kinder helfen Kindern“ heißt das diesjährige Motto des Kindermissionswerk. Denn mit Spenden helfen die Sternsinger Kindern im Libanon und auch weltweit.

Mettenheim – Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Kindergarten in Mettenheim-Hart. Gruppenleiter Tim Praßl wartet bereits mit seinem Bruder Stefan auf den Rest der kleinen Gruppe. Bald schon ist der Rest da. Sie sind in Gewänder geschlüpft, drunter warm verpackt, Weihrauchfass, Spendenbox und Stern dürfen nicht fehlen: Gemeinsam geht es an diesen Vormittag mit den Sternsingern im Gemeindegebiet von Haus zu Haus.

Eingekleidet wurde schon vor zwei Wochen

Tim zündet schon eine Kerze an, so werden die Kohlen angeheizt. Die brennenden Kohlen legt er dann in ein Weihrauchfass und gibt den Weihrauch dazu. Alles läuft routiniert ab, schließlich ist der 19-Jährige schon lange Ministrant und leitet, seitdem er 14 ist, eine Sternsingergruppe. Tims Bruder geht, wie auch Robert Peukert und Florian Huber, als Sternsinger mit. Im rot, golden und blau schimmernden Gewändern stellen sie die Könige aus dem Morgenland dar.

Eingekleidet wurden sie schon zwei Wochen zuvor. „Für die Ministranten fand die Probe für die Christmette statt. Danach trafen sich alle, sowohl Sternsinger als auch Gruppenleiter, zur Kleiderausgabe und Vergabe der Sterne und Weihrauchfässer. Außerdem wird die Gebietsaufteilung besprochen“, erzählt der Gruppenleiter.

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Tim teilt dann die Aufgaben innerhalb der Gruppe ein. Robert trägt den Stern, Stefan schwenkt den Weihrauch und Florian trägt die Spendenkasse. Fertig ausgestattet gehen sie die Römerstraße entlang und läuten an den Türen.

Das Lied tragen die drei Burschen als Gedicht vor. „So haben wir das immer gemacht. Unsere Sangeskünste sind nicht die besten“, erklärt Robert, der nun schon das vierte Mal mitgeht. Die Leute freuen sich auch so über die Sternsinger und bitten Stefan sogar, in den Häusern zu räuchern. Währenddessen schreibt Tim mit einer Kreide an die Außentür die Initialen der drei Könige und die Leute dürfen etwas in die Spendenkasse geben.

Als Dankeschön gibt es ein gemeinsames Essen

Durch die Sternsinger-Aktion kommt eine hohe Spendensumme zusammen. „Kinder helfen Kindern“ heißt das Motto des Kindermissionswerk. Denn mit Spenden helfen die Sternsinger Kindern im Libanon und auch weltweit. Tim ist von dem Projekt begeistert: „Ich finde das richtig gut. Man sieht, dass sich Jugendliche engagieren und an sozialen Projekten teilnehmen.“ Damit möchte er stellvertretend für alle Sternsinger seiner Gemeinde sprechen.

Und den Burschen macht es auch sichtlich Spaß. Florian ist dieses Jahr zum zweiten Mal dabei. „Es ist schön, wenn man Leute trifft und ihnen dann ein Gedicht vortragen darf“, sagt er.

Den ganzen Vormittag und mittags sind die Sternsinger in Mettenheim unterwegs. Die Spenden übergibt Tim dann dem Diakon. Und als Dankeschön wartet auf alle Sternsinger der Gemeinde ein gemeinsames Essen nach der Messe am Heiligen Drei Königstag, wo sie sich noch einmal mit Sternen und ihren prächtigen Gewändern in der Kirche präsentieren.

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