Wieder eine Stichwahl für Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner

Keine Mehrheit für die Amtsinhaberin:Marianne Zollner konnte sich nicht im ersten Durchgang durchsetzen. Michael Hetzl nahm ihr zuviele Stimmen ab. Klinger

Es hat wieder nicht im ersten Wahlgang gereicht: Mühldorfs SPD-Bürgermeisterin Marianne Zollner muss auch beim zweiten Anlauf in die Stichwahl. Wieder ist der Kandidat ein Unabhängiger

Mühldorf – Das ist eine Überraschung: Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zoller (SPD) muss auch bei ihrer zweiten Kandidatur in die Stichwahl. Mühldorfs Bürgermeisterin konnte sich am gestrigen Sonntag beim Kampf ums Rathaus wie schon vor sechs Jahren nicht im ersten Durchgang qualifizieren.

Die 63-jährige Amtsinhaberin landete mit 48,54 Prozent zwar klar vor ihrem schärfsten Konkurrenten Michael Hetzl (Freie Wähler/Unabhängige Mühldorfer), verfehlte die absolute Mehrheit allerdings knapp. Hetzl kam bei seiner ersten Kandidatur für das Bürgermeisteramt auf 34,66 Prozent.

Dass der Politneuling Hetzl so viele Stimmen erzielen konnte, kam nicht nur für ihn unerwartet. Die enttäuschte Bürgermeisterin gibt sich allerdings kämpferisch und will in Durchgang zwei in 14 Tagen wieder ins Amt kommen. Für sie spricht, dass sie diese Wahlkampferfahrung bereits von sechs Jahren gegen Karin Zieglgänsberger machen konnte.

Gegen die Stadtpolitik positioniert

Für viele Beobachter war Hetzl von Anfang an ein ernst zu nehmender Kandidat, der sich in den letzten Wochen teilweise sehr klar positioniert hat – auch gegen die bisherige Stadtratspolitik unter anderem bei den Themen Parken und Verkehr.

Michael Hetzl hat sicherlich davon profitiert, dass UWG und Freie Mühldorfer vor der Wahl zusammen gefunden haben und als Unabhängige Mühldorfer gemeinsam ins Rennen gegangen sind. So konnten sie viele Wähler hinter dem Spitzenkandidaten versammeln. Dr. Matthias Kraft erzielte ein Ergebnis, das ein grüner Kandidat in früheren Jahren nie erreicht hat. Mit 13,5 Prozent ist er klar zweistellig, hatte im harten Zweikampf zwischen Zollner und Hetzl allerdings keine Chance. Auch er ist ein Politneuling in der Stadt, der mit diesem Ergebnis künftig eine wichtige Rolle spielen dürfte.

Die Linke spielt in der Stadt keine Rolle

Mit 3,2 Prozent unbedeutend bleibt Claus Debnar, der für die Linke und „Die Partei“ angetreten war. Den Spaßwahlkampf der beiden Gruppierungen wollten die Mühldorfer offensichtlich nicht goutieren.

Offen war bei Redaktionsschluss noch das Ergebnis der Stadtratswahl in Mühldorf. Sie finden es im Internetauftritt der Heimatzeitung unter der Adresse www.ovb-online.de.

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