"Wie schnell wir fallen können"

"Schlussendlich können wir uns aber nicht selbst erlösen. Da brauchen wir doch Hilfe von Gott": Michael Seifert, neuer Pfarrer im Pfarrverband Kraiburg. Foto re
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"Schlussendlich können wir uns aber nicht selbst erlösen. Da brauchen wir doch Hilfe von Gott": Michael Seifert, neuer Pfarrer im Pfarrverband Kraiburg. Foto re

n Was war für Sie das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres?

Da gibt es so viele Ereignisse, die für mich Bedeutung haben. Eines davon war sicher die Fukushima-Katastrophe. Sie hat uns wieder deutlich gemacht, wie wenig wir Menschen doch alles im Griff haben, wie fragil unsere Gesellschaft doch letztendlich ist! Fukushima hat mir wieder deutlich gemacht, wie hochnäsig wir Menschen doch oft sind, und wie schnell wir auf die Nase fallen können. Schlussendlich können wir uns aber nicht selbst erlösen. Da brauchen wir doch Hilfe von Gott.

n Was ist die wichtigste Aufgabe für das neue Jahr?

Für mich persönlich? Wie jedes Jahr: ein besserer Mensch werden.

Für mich als Pfarrer? Versuchen, verlorenes Vertrauen in Kirche und Gott zurückzugewinnen und damit zu zeigen, was ich erleben darf, dass Glaube befreiter und glücklicher leben lässt.

n Ihr Neujahrswunsch?

Für 2012 wünsche ich allen Lesern viel Mut und Elan, die nicht leichter werdenden Herausforderungen anzunehmen und mit Vertrauen auf Gott anzugehen. Und natürlich wünsche ich Ihnen allen auch immer wieder Freude und Humor dabei. Denn, so sagt es ein Sprichwort aus China: "Das Leben meistert man entweder lächelnd oder überhaupt nicht." Das gilt auch für Christen.

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