Wenn das Telefon still steht: VHS-Kurse werden abgebrochen, doch Vieles bleibt unklar

Zum Nichtstun verdammt:„Es kommen keine Anfragen“, sagt Geschäftsstellenleiterin Brigitte Perzl. Weil viele Kurse nicht mehr fortgesetzt werden können, werden die Kursbeträge zurückerstattet. Sutherland

Derzeit keinen Kontakt zu ihren Teilnehmern hat die Volkshochschule (Vhs) Schwindegg-Buchbach-Obertaufkirchen. Das zeigt, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Vhs hat. „Es kommen keine Anfragen, das Telefon steht still“, bedauert Brigitte Perzl, Geschäftsstellenleiterin.

Schwindegg – Tatsache ist, dass keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. „Wir kommen nicht in die Schulen, sonst müssten nach jeder Stunde die Klassenzimmer desinfiziert werden und die Frage ist, wer das dann macht“, so Perzl weiter. Daher hat der Vorstand, zusammen mit der Geschäftsstellenleiterin beschlossen, den Betrieb bis mindestens Ende der Pfingstferien ruhen zu lassen. Dies unter Rücksprache mit der Vhs Mühldorf.

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Im Moment sind etliche Kurse in der Schwebe. An der Vhs Schwindegg-Buchbach-Obertaufkirchen sind es vier Sprachkurse, Italienisch und Französisch und viele Sportkurse, die noch laufen würden. Ob diese Kurse nun geschlossen werden und der Betrag zurückgezahlt wird, oder ob man noch wartet – das alles wird nach den Pfingstferien geklärt werden.

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Die Dozentin für Sportkurse, Rita Bauer, möchte nicht so lange warten. Die Kurse werden beendet und der Restbetrag ausgezahlt. Im Herbst werden neue Kurse über zehn Wochen angeboten.

Obwohl noch keiner vorhersagen kann, wie es dann aussieht, muss ein Herbstprogramm gestaltet werden. Es wird so geplant, als ob die Pandemie vorbei wäre. „Wir wollen für den positiven Fall gerüstet sein und bieten ein ganz normales Programm an“, sagt die Geschäftsstellenleiterin. Also kommt, wie immer, im September ein neuer Katalog heraus.

Mit Masken sind Sportkurse eher schwierig

Sollten bis dahin noch Masken nötig sein, sind Sportkurse eher schwierig anzubieten, außer die Teilnehmer werden begrenzt.

Sprachkurse, zum Beispiel, könnten stattfinden, wenn die Teilnehmer weit genug auseinander sitzen. „Aber das steht alles in den Sternen“, betont Perzl.

Beim Töpfern ist noch nicht klar, wie viele Plätze im Werkraum in der Schule angeboten werden können. Auch dort muss nämlich der Mindestabstand eingehalten werden. Damit verknüpft ist dann aber das nächste Problem: Die Dozenten finanzieren sich über die Teilnahmegebühren.

Busfahrten? Zu große Ansteckungsgefahr

Ebenso ist die Theatergemeinde, die einmal im Monat nach München fährt, in der Schwebe. Im Juli wäre die letzte Vorstellung. Aus Sicherheitsgründen wurden allerdings seitens der Vhs Schwindegg-Buchbach-Obertaufkirchen alle weiteren Fahrten bis einschließlich Juli abgesagt, auch wenn einige Veranstalter Konzerte geben. Die Begründung liegt auf der Hand: Die Vhs Schwindegg-Buchbach-Obertaufkirchen will das Risiko der Ansteckungsgefahr im Bus nicht eingehen. Und so heißt es abwarten. „Wir hoffen, dass wir im Herbst einigermaßen normal weitermachen können“, hofft Perzl.

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