Wenn der D-Jugend-Abwehrchef aus Polling gegen einen Profi vom TSV 1860 München trifft

In der Halbzeitpausewaren sämtliche Blicke im ausverkauften Grünwalder Stadion auf die Flossinger Fußball-Fans gerichtet. Welcher Elfjährige kann schon von sich behaupten einen Elfer gegen einen Fußballprofi versenkt zu haben? Seit dem Wochenende Maxi Englmaier (links, mit Philip Hell und Christian Eisbrenner, von rechts). 

Ein Erlebnis für die Ewigkeit in einem ausverkauften Grünwalder Stadion: Der elfjährige Maxi Englmaier lässt Löwen-Torhüter Tom Kretzschmar hinter sich greifen. Dass er überhaupt zum Elfer antreten durfte, erfuhr Maxi erst kurz vor Anpfiff.

Polling/Flossing/München – Eigentlich ist ja in der D-Jugend seines Heimatvereines TSV Polling Abwehrchef in der D-Jugend. Dass Maxi Englmaier aber auch Tore schießen kann, bewies er nun im ausverkauften Grünwalder Stadion: In der Halbzeitpause der Begegnung zwischen dem TSV 1860 München und dem KFC Uerdingen durfte der Elfjährige gegen den dritten Torhüter von 1860 München Tom Kretzschmar einen Elfer schießen – und versenkte das Leder im Netz des Löwen-Torhüters. Ein unbeschreibliches Gefühl für den Pollinger, der erst unmittelbar vor dem Spiel erfahren hat, dass an den Elfmeterpunkt treten darf.

+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Wie kames dazu? Zusammen mit dem Flossinger Löwenfanclub hatte sich Maxi Englmaier zusammen mit seinem Vater Stephan auf dem Weg nach Giesing gemacht, um die Löwen in dieser Drittliga-Party lauthals zu unterstützen. Es war bereits bekannt, dass Philip Hell und Christian Eisbrenner, beide ebenfalls Mitglied im Flossinger Fanclub, in der Halbzeitpause gegeneinander antreten durften, um den besten Elfmeterschützen zu ermitteln. Eisbrenners guten Kontakten zu den Löwen war es dann zu verdanken, dass auch der Elfjährige an den Elfmeterpunkt treten durfte, quasi außer Konkurrenz.

Ganz lässig ins rechte Eck geschoben

Und das tat er mit absoluter Lässigkeit: ganz cool läuft er an, schiebt den Ball flach ins rechte Eck, weil er offensichtlich Kretzschmar am falschen Fuß erwischt hatte, dieser sich in erst in die andere Richtung orientiert und danach keine Chance hatte, das Leder noch abzufangen.

Fanclubkollege gibt Trostpreis an Maxi Englmaier weiter

Philip Hell hatte sich vorher gegen Christian Eisbrenner im Elfern durchgesetzt und ein handsigniertes Trikot gewonnen. Für Eisbrenner gab es als Trostpreis einen von den Löwen-Spielern unterschriebenen Fußball, den der zweite Sieger dann aber an den Jungspunkt der Pollinger Fußballer weiterreichte.

„Eine tolle Erinnerung an einem unvergesslichen Tag“, strahlte sich Maxi Englmaier über das ganze Gesicht. „Es war sehr aufregend in Richtung der Westkurve mit den ganzen Fans zu schießen.“ Da stehe er nämlich normalerweise selber im Block F 2.

Ehrenplatz in der Vitrine

Bei aller Leidenschaft für Fußball: Einen Rasen wird der signierte Fußball allerdings nie sehen, „der bekommt einen besonderen Platz in der Vitrine in meinem Zimmer!“, verrät der Pollinger. Und damit grinste bei der Heimfahrt in Richtung Landkreis Mühldorf zumindest ein 60er-Fan. Die anderen Fanclub-Mitglieder hatten weniger Grund zum Jubeln – 1860 München hatte das Spiel mit 0:1 verloren. je

Kommentare