SOB mit weniger Fahrgästen

Die Zahl der Fahrgäste auf den Strecken der SOB hat in der Corona-Pandemie abgenommen. SOB
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Die Zahl der Fahrgäste auf den Strecken der SOB hat in der Corona-Pandemie abgenommen. SOB

Die Deutsche Bahn und die SOB mit Sitz in Mühldorf haben aufgrund der Angst der Deutschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus deutlich weniger Fahrgäste befördert als im Vorjahreszeitraum. Um rund ein Viertel sei das Fahrgastaufkommen in der ersten Märzwoche im Jahresvergleich zurückgegangen, wird Fernverkehrsvorstand Michael Peterson in einer Mitteilung zitiert. Peterson hatte dort vor dem Tourismusausschuss über die Auswirkungen des Sars-CoV-2 genannten Virus auf das Bahngeschäft informiert. Für die laufende Woche rechne der bundeseigene Konzern bei den Fahrgästen sogar mit einem Rückgang um 40 Prozent, wird Peterson weiter zitiert.

Mühldorf –Damit liegt die Nachfrage deutlich unter dem Angebot. Drei Viertel der üblicherweise fahrenden Fernzüge sind derzeit laut Lutz noch im Einsatz. Vor dem Hintergrund der Grenzschließungen und anderer Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie seien insbesondere Verbindungen ins Ausland, touristische Inlandsverbindungen und von Geschäftsreisenden viel genutzte Sprinterzüge vorübergehend gestrichen worden.

Im Regionalverkehr wurde das Angebot demnach im Schnitt auf 65 Prozent reduziert, vielerorts führen die Züge faktisch nach Wochenendfahrplan. Mehr Verbindungen zu streichen sei nicht angedacht. Gewerkschaften hatten in den vergangenen Tagen immer wieder gefordert, das Angebot herunterzufahren, um Beschäftigte zu schützen

Fahrgastzahlensind zurückgegangen

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Dieser Trend setzt sich auch bei der Südostbayernbahn (SOB) fort. „Die Fahrgastzahlen sind während der Corona-Beschränkungen auf rund 20 bis 30 Prozent des üblichen Fahrgastaufkommens zurückgegangen. Seit den einsetzenden Lockerungen steigen sie langsam wieder an“, erklärte ein Sprecher der SOB.

Nähere Auskünfte über die Höhe der finanziellen Verluste konnte die SOB nicht nennen. „Die finanziellen Folgen sind noch in der Erhebung und lassen sich aktuell nicht näher beziffern.

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Das von der Südostbayernbahn betriebene Liniennetz hat eine Länge von 550 Kilometern, die Züge fahren dabei über das eigene Netz hinaus auch bis München und Salzburg und legen jährlich über sieben Millionen Zugkilometer zurück.

„Die SOB setzt in den Zügen vom Linienstern Mühldorf die Corona-Vorgaben um „Die SOB begrüßt die geltenden Verordnungen zum verpflichtenden Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in öffentlichen Verkehrsmitteln. So können die Fahrgäste und unser Personal dazu beitragen, sich und andere zu schützen. Die Pflicht wird in den SOB-Zügen gut umgesetzt“, erklärte der SOB-Sprecher.

Bahnausbau ist nicht beeinträchtigt

Das Instandhaltungs- und Reinigungspersonal achtet derzeit besonders auf die Vollständigkeit und das Auffüllen von Seifenspendern in den Zugtoiletten. Die Kontaktflächen an und in den Zügen werden verstärkt gereinigt“, erklärte der SOB-Sprecher,

Wann die Wasserstoff-Züge auf den Strecken der SOB getestet werden ist eine Entscheidung, die der Freistaat Bayern trifft. Auch die Bestellung dieser Wasserstoffzüge liegt in der Hand des Freistaates.

Nach Auskunft der SOB führt die Corona-Pandemie zu keinen Beeinträchtigungen des zweigleisigen Bahnausbaus mit Elektrifizierung.

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