Weniger Einsätze – mehr Einsatzstunden: Einsatzbild der Altmühldorfer Feuerwehr verändert sich

Die Geehrten zusammen mit Ehrengästen und der Feuerwehr-Führung (von links): Kommandant Thomas Mertl, Bürgermeisterin Marianne Zollner, Franz Reichenberger, stellvertretender Landrat Günther Knoblauch, Lorenz Pichlmeier, Vorsitzender Stefan Lasner, Rudi Pfaffinger und Gottfried Kiermeier. Bartschies

Bei der Hauptversammlung der Altmühldorfer Wehr sind  Feuerwehrler zu Ehrenmitgliedern ernannt worden.

Mühldorf – 76 Einsätze und 820 Einsatzstunden sind die Bilanz der Feuerwehr Altmühldorf für das vergangene Jahr. Wie dem Bericht von Kommandant Thomas Mertl in der Jahresversammlung zu entnehmen war, bedeutet dies gegenüber 2018 ein Minus von vier Einsätzen, jedoch ein Plus von 180 Stunden.

Die Alarmierungen gliederten sich in jeweils 33 Brandschutzmaßnahmen und technische Hilfeleistungen, einen Gefahrguteinsatz, drei Sicherheitswachen und sechs sonstige Alarmierungen. In diesen Einsätzen enthalten waren 16 Fehlalarme. Elf Leistungsabzeichen wurden erworben. Für dieses Jahr kündigte Mertl einen großen Übungstag am 30. Mai, in der Feuerwehrschule Geretsried an, außerdem werde im September die Gebietsübung ausgerichtet.

Besondere Ehre für Pfaffinger und Pichlmeier

Vorsitzender Sefan Lasner gab einen Stand von 202 Mitgliedern bekannt: 39 Aktive, 18 Passive, neun Jugendliche, 124 Förderer und zwölf Ehrenmitglieder. Leztere wurden in der Versammlung noch um zwei aufgestockt: Rudi Pfaffinger und Lorenz Pichlmeier durften sich aufgrund ihrer 50-jährigen Mitgliedschaft über diese Ehrung freuen. Zwei Mitglieder wurden an dem Abend neu in die Wehr aufgenommen, ein Aktiver wechselte zudem wegen eines neuen Wohnsitzes von der Freiweilligen Feuerwehr Mößling nach Altmühldorf - diese Personen sind in der Statistik von Stefan Lasner bereits enthalten. Beim Blick auf die verschiedenen gesellschaftlichen Veranstaltungen kündigte Lasner unter anderem das Maibaumaufstellen in Altmühldorf am 1. Mai, die Sonnwendfeier am 19. Juni und das Sommerfest am 1. August an. Die Sonnwendfeier werde vom jetzigen Standort bei der Kronwidl-Kapelle zum Sportplatz Altmühldorf verlegt, so Lasner.

Bürgermeisterin würdigt das ehrenamtliche Engagement

Allgemein betont wurde von allen Rednern die gute Kooperation zwischen den drei Mühldorfer Wehren aus der Stadt, Mößling und Altmühldorf sowie mit den übrigen Hilfsorganisationen. Jugendwart Thomas Oberloher berichtete von neun Jugendlichen in der Nachwuchsorganisation: vier weibliche und fünf männliche. Und über die Aktivitäten im vergangenen Jahr mit zehn Übungen, ein interner Wettkampf und die Teilnahme an einem Wissenstest. Kassier Rudi Pfaffinger bilanzierte einen leichten Jahresverlust: Nach einem Anfangsbestand der Kasse von 11.505 Euro standen nach Einnahmen von 7149 Euro und Ausgaben von 7447 Euro am Jahresende 11.207 Euro zu Buche.

Revisor Hermann Schmid bestätigte einwandfreie Kassenführung, woraufhin die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde. Nachdem Fähnrich Martin Wagner sein Amt abgegeben hatte, wurde in der VersammlungBenedikt Wellisch zu seinem Nachfolger ernannt.

Bürgermeisterin Marianne Zollner würdigte das Engagement der Feuerwehren zugunsten der Allgemeinheit und betonte den Vorteil des gemeinsamen Beschaffungskonzepts der drei Mühldorfer Wehren, für die über eine Million Euro im neuen Haushalt eingestellt seien. Jede Wehr werde ein neues Mehrzweckfahrzeug erhalten und die Feuerwehr Altmühldorf den gewünschten Anbau an das Feuerwehrhaus. Stellvertretender Landrat Günther Knoblauch hob die Vorbildfunktion der Feuerwehr für die Allgemeinheit hervor.

Feuerwehr steht für erhalt der Lebensqualität

Bei zunehmendem Egoismus als gesellschaftlichem Problem stünden die Feuerwehren durch ihre uneigennützigen Einsätze für den Erhalt von Lebensqualität. Gesellschaft und Demokratie bräuchten mehr Zusammenarbeit in dieser Form. Kreisbrandinspektor Werner Hummel erinnerte an das Schneechaos Anfang vergangenen Jahres und die Stürme der jüngsten Vergangenheit. Diese Ereignisse machen die Leistungsfähigkeit der Wehren deutlich. baf

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