Zu wenig Interesse an Wertungsspielen

Ehrung:Florian Bauer, Vizepräsident des Musikbundes von Ober- und Niederbayern (Mitte), überreichte Franz-Georg Wastl (links) die Bezirksehrennadel in Gold und Walter Steigthaler (rechts) die Fördermedaille des Bayerischen Blasmusikverbandes. Braunhuber

Altötting. – 27 Musikvereine und -kapellen aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf zählt der Bezirk Inn-Salzach zu seinen Mitgliedern.

Mit allen Untergruppierungen samt Nachwuchskapellen sind es über 40 Musikgruppen, in denen Musiker und musikalischer Nachwuchs regelmäßig gemeinsam musizieren. In seinem Jahresüberblick zeigte Bezirksleiter Walter Steigthaler auf der Jahresversammlung in Altötting die vielen Veranstaltungen der Musikkapellen, aber auch des Dachverbands, die von ihm besucht wurden.

In den Tätigkeitsberichten führten Bezirksdirigentin Franziska Grundner und ihr Stellvertreter Bernhard Jira die vergangenen Projekte auf. Mehrere Termine konnten wegen mangelnder Anmeldungen nicht durchgeführt werden – unter anderem Wertungsspiele, eine Marschwertung, aber auch das Großprojekt Bezirksblasorchester. „Interesse einiger Kapellen und Musiker ist da, aber leider nicht ausreichend für die Durchführung“, bedauerte Grundner. Über die neue Reihe der „Brunnenkonzerte“ in Burgkirchen im letzten Jahr berichtete Bernhard Jira. Auch dieses Jahr wird sie weitergeführt.

Im Gegensatz dazu konnte Bezirksjugendleiter Alfons Braunhuber über positive Zahlen in seinem Bereich informieren. Die Anmeldezahlen für die Musikerleistungsabzeichenprüfungen waren in der Vergangenheit nur einmal so hoch wie im vergangenen Jahr.

Die Ausbildung und das Prüfungsmodell-Abzeichen werden in den Vereinen des Bezirks großgeschrieben. Das zeigen auch die Gemeinschaftskonzerte „Jugend spielt für Jugend“, die teilweise zu viele Anfragen interessierter Nachwuchsgruppen erhielten. Ein Höhepunkt: Mit zwei Bussen wird im Juli ein Ausflug für die Jugendkapellen organisiert. Ziel wird der Freizeitpark „Fantasiana“ in Strasswalchen sein.

Die Finanzen legte Kassierin Susanne Kurz offen. Der Musikbezirk steht gut da. Obwohl immer wieder Veranstaltungen, Fortbildungen mit teuren Dozenten geplant werden und Zuschüsse für die Nachwuchsarbeit ausbezahlt werden, arbeitet der Bezirk wirtschaftlich.

Der Vizepräsident des Musikbund von Ober- und Niederbayern, Florian Bauer, informierte über Neuerungen im Bereich Versicherungen, Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) und das neue Kommunikationskonzept des Dachverbandes aus München.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Ehrung von Walter Steigthaler und Franz-Georg Wastl. Diese arbeiteten bis zur Neuwahl 2019 viele Jahre als Team in der Bezirksführung. Nun wurde Wastl als Dankeschön die Bezirksehrennadel in Gold überreicht. Steigthaler erhielt die Fördermedaille des Bayerischen Blasmusikverbandes.

Der Abschluss des Abends war die Programmvorstellung und Ankündigung des Bezirksmusikfestes in Kirchweidach von Freitag, 10. Juli, bis Sonntag, 12. Juli. Gruppen wie Kapelle Josef Menzl oder auch Sepp Eiblsgruber und seine Musikanten treten auf.

Kommentare