Weil der Aufstieg teuer wird: 20.000 Euro für die Zweitliga-Volleyballer aus Mühldorf

Einer der letzten Punktgewinne in der Dritten Liga: Weil der TSV Mühldorf künftig in der Zweiten Bundesliga aufschlägt, kommen auf den Verein hohe Kosten zu. Die Stadt hilft.
+
Einer der letzten Punktgewinne in der Dritten Liga: Weil der TSV Mühldorf künftig in der Zweiten Bundesliga aufschlägt, kommen auf den Verein hohe Kosten zu. Die Stadt hilft.

Die Stadt Mühldorf unterstützt den TSV nach dem Aufstieg in die Zweite Liga, damit der die Fahrtkosten von 20000 Euro decken kann. Insgesamt braucht der Verein ein Budget von 100000 Euro.

Mühldorf – Die Stadt unterstützt die Volleyballer des TSV Mühldorf mit 20 000 Euro für die kommende Zweitligasaison. Das beschloss der Finanzausschuss einstimmig.

Sponsorengeld und Eintritte reichen nicht

Mit dem Aufstieg in die zweite Volleyball-Bundesliga stellen sich für den TSV Mühldorf auch neue finanzielle Herausforderungen. Abteilungsleiter Stefan Barsch rechnet mit Kosten von 100 000 Euro für die kommende Saison. Auf der Gegenseite stehen nach seinen Angaben 60 000 Euro Einnahmen aus Eintrittskarten und Sponsoring. Über die fehlenden 40 000 Euro schreibt Bartsch in seinem Antrag an die Stadt: „Das ist sehr viel Geld, zumal wir nicht wissen, ob es uns in der aktuellen Situation gelingt, die Sponsoreneinnahmen zu erhöhen.“ Dazu kämen Einnahmeverluste, weil das Beach-Volleyballturnier am Stadtplatz wegen Corona abgesagt werden musste.

Lesen Sie auch: Mühldorfer Volleyballer arbeiten nicht nur sportlich am Aufschlag in der 2. Bundesliga

Hauptkostenpunkt sind laut Bartsch die hohen Fahr- und Übernachtungskosten für 15 Auswärtsspiele im gesamten südbayerischen Raum. In einem Antrag an die Stadt bat der TSV deshalb um die Übernahme dieser Kosten in Höhe von 20 000 Euro.

Bürgermeister Michael Hetzl (UM) nannte den Aufstieg ein erfreuliches Ereignis, das der TSV den Aufstieg geschafft habe. Der Antrag habe Hand und Fuß und sei keine Luftnummer. Kämmerer Thomas Greß betonte: „Der Verein beantragt ja nur 20 000 Euro.“

Karin Zieglgänsberger (UM) freute sich, dass Mühldorf durch die Volleyballer in die „etwas weitere Welt“ getragen werde. Auch andere Mitglieder des Finanzausschusses wie Angelika Kölbl (SPD), Stefan Lasner (CSU) und Dr. Georg Gafus (Grüne) würdigten die außergewöhnliche Leistung der TSV-Abteilung.

Fahrten mit Privat-Autos

Bei den Auswärtsspielen sind nicht nur die Kosten belastend. Fahrten nach Leipzig, Dresden oder Friedberg führen auch zu Hotelübernachtungen oder Heimfahrten spät Nachts, wenn ein Spiel erst in den Abendstunden endet. Die Fahrten werden laut Stefan Schinko (Grüne) auch von Eltern durchgeführt, da viele Spieler noch sehr jung seien.

Alternativen zur Fahrt mit Privat-Autos gebe es kaum, betonte Abteilungsleiter Bartsch ein Bus sei zuteuer. Die Heimfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel erfordere im Regelfall eine zusätzliche Übernachtung. hon

Kommentare