Weichen für dreigruppige Kinderkrippe in Obertaufkirchen gestellt

Obertaufkirchen Kinderkrippe Grundstück
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Auf diesem Grundstück  soll die Kinderkrippe Obertaufkirchen entstehen. Rechts steht der Kindergarten von Obertaufkirchen, vorne soll die neue Kindertagesstätte erbaut werden.

Die Gemeinde braucht neue Krippenplätze. Deshalb hat sie bereits in der Juni-Sitzung den Weg für den Bau einer dreigruppigen Kinderkrippe geebnet. Dafür ist aber auch die vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Strass“ notwendig.

Obertaufkirchen – Der Planungsentwurf der Krippe und des geänderten Bebauungsplanes wurden in der Juni-Sitzung von Bürgermeister Franz Ehgartner (Heimattreue Obertaufkirchen) vorgestellt und anschließend öffentlich ausgehängt.

Landratsamt wünscht sich gute Einsehbarkeit des Gebäudes

 In der August-Sitzung musste der Gemeinderat die Stellungnahmen der Behörden diskutieren. Dabei merkte das Landratsamt an, dass sich das Grundstück an der Kreisstraße MÜ 22 befindet. Deshalb sollte penibel darauf geachtet werden, dass hier eine Sichtlänge von 70 Metern eingehalten wird, um im Vorfeld bereits eine potenzielle Gefahrenquelle auszuschließen.

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Es verwies zudem darauf, dass der Landkreis keine Lärmschutzmaßnahmen (Verkehrslärmschutzverordnung) übernehmen wird.

Das Landesamt für Denkmalpflege wies darauf hin, dass Bodendenkmäler, die möglicherweise bei den Bauarbeiten gefunden werden, bei der Unteren Denkmalschutzbehörde gemeldet werden müssen.

Ohne Gegenstimme beschloss der Gemeinderat die vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Strass“ als Satzung.

Damit kann so bald als möglich neben der bereits bestehenden Kinderwelt St. Martin der Bau der dreigruppigen Kinderkrippe begonnen werden. Der Neubau der Kinderkrippe soll bis August 2021 fertiggestellt werden, so die Planung. Die geschätzten Baukosten liegen bei fast 2,4 Millionen Euro.

Verbindung zwischen Kindergarten und Krippe ohne Zugang über die Straße

Vom Kindergarten zur Kinderkrippe soll es einen Zugang geben, bei dem die Kinder nicht über die Straße gehen müssen. Im Kindergarten selbst wird aus der jetzigen Krippengruppe eine Kindergartengruppe.

Das neue Gebäude wird rund 28 Meter lang und beinahe 13 Meter breit. Es besteht aus einem Erd- und einem Obergeschoss (wir berichteten).

Der Plan für den Innenausbau der Räume war mit der Leitung der Kinderwelt „St. Martin“ und dem Landratsamt abgestimmt worden.

Um die Krippe dreigruppig ausbauen zu können, waren alle Räume, die nicht im Obergeschoss sein mussten, in den Keller gelegt worden. So zum Beispiel Lager, Putz- und Technikraum. Damit entstand im Obergeschoss Platz für den dritten Gruppenraum. Alles, was für die Gruppe gebraucht wird, wie ein Wickelraum und ein Schlafraum, ist im Obergeschoss vorhanden. Auch ein Aufzug soll eingebaut werden.

Obergeschoß kann über Türen evakuiert werden

Zudem bekommt das Obergeschoss eine große Küche und einen großen Mehrzweckraum. Im Brandfall kann das Gebäude auch im Obergeschoss, wegen der Hanglage, durch Türen ebenerdig verlassen werden. Im Erdgeschoss ist ebenfalls alles, was für die beiden Gruppenräume gebraucht wird, vorhanden und beide Gruppenräume enthalten eine Küchenzeile.

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