6. November war geplant

Wegen Corona: Musikatzen müssen ausverkauftes Konzert in Aschau kurzfristig absagen

Es bleibt vorerst bei einem Auftritt in diesem Jahr für die „Musikatzen“. Die Gemeinde Aschau hat das geplante Konzert in der Gemeindehalle aufgrund der Corona-Entwicklung abgesagt.
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Es bleibt vorerst bei einem Auftritt in diesem Jahr für die „Musikatzen“. Die Gemeinde Aschau hat das geplante Konzert in der Gemeindehalle aufgrund der Corona-Entwicklung abgesagt.

Die Enttäuschung bei Musikern, der Gemeinde Aschau und Zuschauern ist da. Das für 6. November geplante Konzert mit den „Musikatzen“ in der Aschauer Gemeindehalle ist abgesagt. Aufgrund der steigenden Corona- Infektionszahlen ist das Risiko zu groß.

Aschau – Es hätte ein kleiner Lichtblick für die arg gebeutelte Kulturbranche sein sollen. Doch das für 6. November geplante Konzert der Musikatzen in der Aschauer Gemeindehalle kann aufgrund der aktuellen Corona-Situation im Landkreis nicht stattfinden. Auch auf das Streaming-Angebot verzichtet die Gemeinde. Über einen Ersatztermin wird erst im nächsten Jahr abhängig von den Infektionszahlen entschieden.

2020 ist nicht das Jahr für Blasmusik: Für viele Kapellen sind Proben aufgrund der Corona-Vorgaben nur schwer umzusetzen und Auftritte gibt es so gut wie nicht. Um der Kultur und der Musik wieder mehr Platz zu geben, hatte die Gemeinde Aschau in der Gemeindehalle ein Konzert mit den „Musikatzen“ geplant. Live vor Zuschauern und via Internet. Doch „schweren Herzens“ muss das Konzert abgesagt werden.

Grundmotivation bleibt bestehen

„Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Landkreis ist ein Konzert in diesem Maße nicht verantwortbar“, sagt Bürgermeister Christian Weyrich (CSU). Maskenpflicht für Grundschüler und ein diszipliniertes Verhalten aller passe einfach nicht mit einem Konzert zusammen. „Der Wunsch nach einem Konzert war da, aber wir hatten mit ganz anderen Werten geplant. Die Infektionszahlen überholen uns jetzt.“ Weyrich hofft, dass auch die Konzertbesucher die Entscheidung der Gemeinde verstehen.

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Das Konzert wäre wichtig für die Gemeinde und die Kultur gewesen. Die Absage ändert aber nichts an der Einstellung der Gemeinde. „Wir halten an unserer Grundmotivation fest und wollen das Konzert nachholen“, sagt Weyrich. Wann und in welcher Form das möglich ist, ist abhängig vom Infektionsgeschehen. Geplant war das Konzert in Zusammenarbeit mit dem Regionalsender rfo. Kosten entstehen der Gemeinde durch die Absage nicht, die verkauften Tickets werden rückabgewickelt.

„Wir sind traurig über die Absage des Konzerts. Es ist auch schade, dass es das Streaming-Angebot nicht geben wird“, sagt Katrin Hoffmann von den „Musikatzen“. Doch selbst für ein Konzert ohne Zuschauer bleibt ein Risiko: „Zwei unserer Musiker kommen aus dem Landkreis Rottal-Inn, wo gerade ein Lockdown verhängt worden ist.“

Nach drei Tagen waren die Tickets weg

Die Absage schmerzt angesichts des guten Vorverkaufs um so mehr. 150 Zuschauer hätten in der Gemeindehalle das Konzert verfolgen können, alle Tickets waren bereits nach drei Tagen weg. „Wir hatten uns so gefreut auf das Konzert, eben weil man auch gesehen hat, dass die Leute wieder Lust darauf haben.“ Doch es gebe einfach zu viele Unwägbarkeiten. „Wir verstehen die Entscheidung der Gemeinde. Was hätte das auch für eine Außenwirkung“, sagt Katrin Hoffmann. Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung im Landkreis mit einem Inzidenz-Wert über 100 ist ein Konzert zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin nicht durchführbar.

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Ob das Konzert zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird, ist noch nicht entschieden. „Geplant ist, dass wir die Wintermonate abwarten und dann beratschlagen, was wir tun. Die Musikatzen wollen das Konzert auf jeden Fall machen, wir stehen nach wie vor dahinter.“

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Nicht nur das Konzert mit den „Musikatzen“ fällt wegen der steigenden Corona-Zahlen aus: Auch die Bürgerversammlung ist wie alle anderen gemeindlichen Veranstaltungen bereits abgesagt. „Wir dürfen jetzt nicht unvernünftig sein und an Planungen festhalten. Das ist nicht angezeigt“, sagt Weyrich.

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