Wasserbüffel bei Oberneukirchen als Biobagger im Einsatz

Die Ausgleichsflächen der Gemeinde Oberneukirchen könnten in Zukunft von Wasserbüffel „bewirtschaftet“ werden.
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Die Ausgleichsflächen der Gemeinde Oberneukirchen könnten in Zukunft von Wasserbüffel „bewirtschaftet“ werden.

Gibt es in Zukunft ein Wasserbüffelreservat am Ortsrand der ländlichen Gemeinde Oberneukirchen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeinderat in der letzten Sitzung gemeinsam mit dem amtierenden Vorsitzenden von der Kreisgruppe Bund Naturschutz, Dr. Andreas Zahn.

Oberneukirchen – Im Rahmen eines kurzen Vortrages stellte Zahn die Möglichkeit vor, wie kommunale Ausgleichsflächen durch den Einsatz von Wasserbüffeln bewirtschaftet werden können. Der Büffel sei ein „Biobagger“, so Zahn, er öffnet zugewachsene Gewässer, ist zum Unterschied von Rindern gut für nasse Flächen und Gewässer.

Zudem ist nur eine einfache Umzäunung erforderlich. Wenn dazu ein Gelbbauchunkenprojekt angeschlossen wird, dann sei eine Finanzierung der Umzäunung möglich. In der nahegelegenen Kiesgrube gibt es einen Unkenbestand, so Dr. Zahn weiter. Man würde hoffen, dass die Unken dann in die Ausgleichsfläche umsiedeln. Die Wasserbüffel seien zudem eine Attraktion für Oberneukirchen. Noch dazu gebe es ja eine Büffelhalter vor Ort.

Verpflichtungen für Ausgleichsflächen werden vertraglich mit dem Tierhalter vereinbart.

Gemeinderat Thomas Rauscher (FWG) fragte nach: „Wie groß ist der Flächenbedarf für einen Büffel?“ Dr. Zahn merkte an, dass pro Tier ein Hektar erforderlich sei. Jetzt bestehen rund 13 000 Quadratmeter Ausgleichsflächen, die Gesamtfläche beläuft sich auf rund 20 000 Quadratmeter. Gemeinderat Wolfgang Gehringer (FWG) wollte wissen, ob es Erfahrungen gibt, wie dieses Projekt in Jettenbach abläuft. Dazu machte Dr. Zahn das Angebot für eine Besichtigung in Jettenbach, der Gemeinderat nahm diesen Vorschlag an und beschloss abschließend einstimmig, diese Bewirtschaftungsmöglichkeit zur Kenntnis zu nehmen.

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