Zwischenlösungen

Schon wieder ist es passiert: Bürgermeister Robert Pötzsch ist ins Lager der CSU gewechselt.

Bei der Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl tritt er für die CSU an – neben CSU-Herausforderer Wolfgang Nadvornik. Mit zwei Bürgermeisterkandidaten hätte die CSU natürlich deutlich größere Chancen bei der Kommunalwahl, in den nächsten sechs Jahren wieder das Zepter in der Stadt zu übernehmen.

Zum dritten Mal schon hat mein Kollege Bürgermeister Robert Pötzsch von der UWG quasi zur CSU versetzt. Ein Fehler oder ahnt er, was bei der CSU schon längst beschlossene Sache ist? Dass Robert Pötzsch eine Übergangslösung für die CSU ist, bis die wieder einen eigenen Bürgermeister stellen kann? Damit gibt es zumindest offiziell keine zwei Kandidaten der CSU, wegen eines kommunalen unlauteren Wettbewerbs muss also sich keiner sorgen.

Über eine Übergangslösung ist man beim Tierheim längst hinaus. Hier müssen endlich Fakten geschaffen werden, doch leicht gesagt. Wie sich herausgestellt hat, ist die Änderung des Flächennutzungsplans für den geplanten Neubau eine Sackgasse. Es bleibt nur der Weg über eine Einzelbaugenehmigung. Doch das alles braucht seine Zeit. Zeit, die in der Tierherberge längst abgelaufen ist.

Mehr Zeit bekommen die Mieter im „Freiraum 36“. Ursprünglich sollten bis Jahresende die Koffer gepackt sein, doch das kann warten. Eine Übergangslösung von drei bis fünf Jahren gibt den Mietern Zeit, neue Räume zu finden. Spätestens dann steht dort ein Neuanfang an.

Einen zweiten Anlauf startet die Bürgerinitiative „Waldkraiburg – Stadt im Grünen?“. Die kämpft mit einem zweiten Bürgerantrag weiter um den Erhalt des Waldes nördlich der Daimlerstraße, lässt sich jetzt auf ein Zugeständnis ein. Nur noch 1,7 Hektar sollen Wald bleiben. Die Erweiterung zweier Unternehmen ist damit aber nicht wie geplant möglich. Eine Lösung, die weder dem Wald noch den Firmen hilft.

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