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Der Jugend eine Stimme geben

Zwei neue Juvos: Das ist für die Jugend in Waldkraiburg geplant

Noch ist das Haus der Jugend geschlossen, doch schon bald soll es wieder ein Jugendzentrum in der Stadt geben. Dieses Ziel haben sich die neuen Jugendpfleger vor Ort gesetzt.
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Noch ist das Haus der Jugend geschlossen, doch schon bald soll es wieder ein Jugendzentrum in der Stadt geben. Dieses Ziel haben sich die neuen Jugendpfleger vor Ort gesetzt.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Die Jugendarbeit in Waldkraiburg nimmt wieder langsam Fahrt auf. Seit April sind die ersten Jugendpfleger vor Ort im Einsatz, eine dritte Stelle soll bald noch besetzt werden. Wie sie sich die Jugendarbeit vorstellen, wo sie Schwerpunkte setzen wollen, das erklärten die Jugendpfleger in der jüngsten Sitzung des Stadtrats.

Waldkraiburg – Die Stadt Waldkraiburg hatte es noch selbst versucht, die Jugendarbeit in den Händen der Stadt zu belassen. Doch: „Es war kein Personal zu finden“, erinnerte Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG). Anstatt sich noch länger auf eine möglicherweise erfolglose Suche zu begeben, hat die Stadt die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt gesucht.

Streetwork zu eng gefasst

„Es gibt Synergien“, sagte Pötzsch über die Vorteile. Drei 0,7-Stellen sind für Waldkraiburg eingeplant, zwei sind bereits besetzt. „Für die dritte Stelle haben wir bereits jemanden im Auge, das entscheidet sich bald“, erklärte Caroline Puffer vom Landratsamt dem Gremium.

Mit dabei in der Sitzung waren auch Rommy Riegelmayer und René Felcht, die ihre Arbeit als Jugendpfleger vor Ort (Juvo) bereits aufgenommen haben. Riegelmayer kennt die Stadt, seit mehr als 30 Jahren wohnt er hier. Neu in der Stadt hingegen ist sein Kollege René Felcht, der seine Anfangszeit nun auch dazu nutzt, die Stadt und ihre Ecken kennenzulernen.

Wo wollen die Jugendpfleger mit ihrer Arbeit ansetzen? Allein auf Streetwork soll sie sich nämlich nicht beschränken, wie Caroline Puffer erklärte. „Das schränkt zu sehr ein. Die Juvos sollen die Vielfalt in der Stadt abdecken.“ Ihre Arbeit sehen die Juvos breit gefächert: Über Jugendpolitik, Beratung/Begleitung und Kontaktarbeit über Ortsentwicklung und Netzwerkarbeit bis hin zu offener Kinder- und Jugendarbeit sehen sie ihr Tätigkeitsfeld.

Bevor sie allerdings tief in ihre Arbeit einsteigen, geht es darum, Grundlagen zu schaffen, Kontakte mit den Jugendlichen zu knüpfen. „Noch haben wir keine festen Gruppen ausgemacht. Wir sind zwar aktiv draußen, aber noch ist es nicht so, dass die Jugendlichen auf uns zukommen“, erklärte Felcht auf eine Frage von Johann Vetter (UWG). Draußen präsent sein, Plätze aufsuchen als Basis dafür, den Jugendlichen ein niedrigschwelliges Angebot machen zu können. Angebote, bei denen es um Bewegung, Projekte oder Ausflüge geht. „Es gibt Wünsche wie nach einem Dirtpark oder einem Beachvolleyball-Platz, die es hier nicht gibt. Vorstellbar ist, solche Ziele mit einem Kleinbus anzusteuern“, sagte Felcht.

Was der Jugend in Waldkraiburg fehlt, was sie sich wünscht – erste Vorstellungen und Ideen dazu haben die beiden Juvos aus dem Jugendforum gezogen, das kürzlich mit Achtklässlern stattgefunden hat. Vorstellbar sei, dass man einmal pro Jahr ein größeres Projekt auf die Beine stellt. Mit kleineren Ausflügen wie eben zu einem Beachvolleyball-Platz wolle man auf die Anliegen der Jugendlichen eingehen.

Eine große Aufgabe sehen sie nun im Aufbau eines Jugendzentrums. Das Haus der Jugend hat schon länger geschlossen, jetzt will man mit den Jugendlichen einen Neustart machen. „Wir hoffen, dass wir demnächst das Jugendzentrum in Angriff nehmen können“, erklärte Felcht. Was geplant ist, welche Projekte gestartet werden, darüber wollen die Juvos künftig zweimal im Jahr dem Stadtrat Auskunft geben.

Einen Schwerpunkt wollen die Juvos in der politischen Arbeit der Jugendlichen legen. „Wir wollen die Gelegenheit schaffen, dass sie in Entscheidungsprozesse eingebunden werden“, erklärte Felcht. Dass im Sommer das Jugendparlament neu gewählt wird, passt damit gut zusammen. „Wir wollen uns deren Arbeit anschließen und gemeinsam Themen finden, mit denen sich die Jugendlichen auseinandersetzen.“

Politik freut sichüber den Startschuss

Für Jugendreferent Christoph Arz „ein wichtiges Signal, dass es losgeht“. Auch hinsichtlich der Wahl des Jugendparlaments sei es wichtig, dass die Politik dahinter stehe.

Erste Eindrücke haben sich die beiden Juvos schon verschafft und bereits organisiert, dass zwei Sportplätze am Nachmittag zu nutzen sind. Mit ihrer Arbeit wollen die Juvos ein „niedrigschwelliges Angebot“ schaffen. Dabei müsse aber klar sein: „Es wird immer eine Fluktuation geben“, sagt Caroline Puffer.

Ein Fakt, dessen sich Bürgermeister Robert Pötzsch bewusst ist. „Es ist klasse, dass es jetzt endlich losgeht. Aber das ist kein Endergebnis.“

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