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Interview mit Produzent Robert Marciniak

Zum Filmstart von „Beckenrand Sheriff“: „Heimat muss nicht unbedingt schön sein“

 Robert Marciniak
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 Robert Marciniak
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Am 9. September 2021 startet die Komödie „Beckenrand Sheriff“ in den Kinos. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen hat Produzent Rober Marciniak über Heimat, Waldkraiburg und die Wichtigkeit von Freibädern gesprochen.

Waldkraiburg - Die Stadt Waldkraiburg war Drehort für die neue Komödie von Regisseur Marcus H. Rosenmüller. Produzent Robert Marciniak hat mit den OVB-Heimatzeitungen darüber gesprochen, wieso die Wahl auf Waldkraiburg fiel und wie wichtig Freibäder sind.

Wie sehr hat Waldkraiburg als Kulisse für den „Beckenrand Sheriff“ gepasst?

Robert Marciniak: Wir hatten einen Ort ohne Postkartencharme gesucht. Eine ganz normale Stadt, in der es auch Probleme geben kann. Das Waldbad kam in die sehr enge Auswahl, die Wahl fiel aber am Ende auf Pleystein.

Trotzdem nimmt das Waldbad eine sehr prägnante Rolle im Film ein.

Marciniak: Ja, wir fanden den Eingangsbereich architektonisch sehr besonders. Deshalb haben wir die Aufnahmen auch gesplittet: Die Innenaufnahmen passierten im Freibad Pleystein, außen ist es Waldkraiburg. Für den Film waren uns tolle Motive wichtig und in der Stadt haben wir viel gefunden, was wir gesucht hatten.

Waldkraiburg entspricht aber nicht dem typischen Klischee-Bayern?

Marciniak: Nein, das braucht es auch nicht. Wir wollten eine Geschichte für ganz Deutschland machen. Ein Film, in dem man nicht sofort sieht, dass er in Bayern spielt. Auch die Darsteller kommen nicht alle aus Bayern. Außerdem zeigt uns der Film, dass Heimat nicht unbedingt schön sein muss.

Lesen Sie auch: Waldkraiburger Waldbad kommt groß raus: Regisseur Marcus H. Rosenmüller über seinen neuen Film

Der Film setzt sich stark mit der Frage auseinander, was Heimat ausmacht. Was bedeutet Heimat für Sie?

Marciniak: Für Schwimmmeister Karl, gespielt von Milan Peschel, ist das Freibad seine Heimat, die es zu retten gilt. Heimat sind die Menschen, die man trifft. Dafür braucht es soziale Räume, wie das Kino, das Theater oder eben das Freibad, um die Menschen zusammenzubringen. Es stellt sich die Frage, wie wir mit den sozialen Räumen umgehen, wie wir uns die auch künftig leisten wollen, um Menschen zu integrieren. Wenn sich unsere Gesellschaft das nicht mehr leisten will, dann ist etwas schiefgelaufen.

Integration, Flucht, Heimat und Freundschaft – der Film spricht ernste Themen an, ist aber eine Komödie. Wie passt das zusammen?

Marciniak: Der Film sollte lustig sein, aber kein Schenkelklopfer. Es gibt durchaus ernste Szenen, in denen zum Beispiel Sali seine Flucht verarbeitet. Der Film soll eine Botschaft rüberbringen und das ist Marcus H. Rosenmüller auch gelungen.

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