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Betreuungsbedarf

Zu wenige Krippenplätze: Stadt Waldkraiburg will flexibel bleiben und bezuschusst Umbau

Iin der Kita Käthe-Luther gibt es vier Kindergartengruppen, aber nur eine Krippengruppe. Um den aktuellen Bedarf an Krippenplätzen zu decken, wird eine Gruppe in eine Krippengruppe umgewandelt. Mit einem breiteren Unterbau bleibt die Einrichtung auch künftig wirtschaftlich.
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Iin der Kita Käthe-Luther gibt es vier Kindergartengruppen, aber nur eine Krippengruppe. Um den aktuellen Bedarf an Krippenplätzen zu decken, wird eine Gruppe in eine Krippengruppe umgewandelt. Mit einem breiteren Unterbau bleibt die Einrichtung auch künftig wirtschaftlich.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Elf Kinderkrippenplätze zu wenig, auf der anderen Seite zu viele Kindergartenplätze: Im kommenden Betreuungsjahr gibt es in der Stadt Waldkraiburg ein Ungleichgewicht. Mit einem Umbau in der Kindertagesstätte Käthe-Luther soll sich das aber bald ändern.

Waldkraiburg – In den Kinderkrippen in der Stadt Waldkraiburg wird es im neuen Betreuungsjahr eng: Elf Kinder stehen auf der Warteliste für einen Krippenplatz. Gleichzeitig bleiben in der Kindertagesstätte Käthe-Luther 20 Plätze für Kindergartenkinder frei. Das soll sich ändern. Dort soll eine Gruppe in eine Krippengruppe umgewandelt werden.

Auch wenn die Ergebnisse der Bedarfsanalyse noch nicht abschließend vorliegen, zeichnet sich in der Kita Käthe Luther ein Ungleichgewicht von vier Kindergartengruppen und nur einer Krippengruppe ab. Auf Dauer könnte damit die wirtschaftliche Stabilität der Einrichtung gefährdet sein, weil Kinder meist innerhalb der gleichen Einrichtung von der Krippe in den Kindergarten wechseln. In

Wirtschaftlich tragfähig bleiben

Wie Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) im Haupt- und Finanzausschuss erklärte, könnte mit einem Umbau der aktuelle Bedarf gedeckt werden. Außerdem würde damit ein breiterer Unterbau in der Einrichtung geschaffen werden, damit die Einrichtung wirtschaftlich tragfähig bleibe.

Mit dem Umbau in der Kita Käthe Luther würden 25 Kindergartenplätze zugunsten von zwölf Krippenplätzen wegfallen. Um auch mittelfristig ausreichend viele Betreuungsplätze anbieten zu können, entstehen zusätzliche vier Krippengruppen in der Kindertagesstätte St. Christophorus.

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Ein Umbau in der Kita Käthe Luther würde eine erhöhte Flexibilität bieten, sobald sich der Bedarf wieder ändern sollte, wie Fred Schelp, Abteilungsleiter für Kultur- und Generationenangebote erklärte. Außerdem sei es nicht im Sinne der Stadt, einen externen Träger betriebswirtschaftlich schwächen zu wollen.

Für eine Krippengruppe müssen die Sanitäreinrichtungen angepasst werden, außerdem braucht es einen gesonderten Schlaf- und Wickelraum. Eine erste Kostenabschätzung inklusive Planungskosten und Brandschutzgutachten geht von rund 80 000 Euro aus. Die evangelische Kirchengemeinde ist der Träger der Einrichtung und würde von der Stadt 100 Prozent Baukostenzuschuss erhalten.

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Richard Fischer (SPD) regte an, bei Planungen zur Kinderbetreuung auch den erhöhten Zuzug besser zu berücksichtigen. Den Bedarf versuche die Stadt jedes Jahr aufs Neue zu klären, aber: „Wir haben keine Glaskugel“, sagte Pötzsch. Das Defizit an Betreuungsplätze für Krippenkinder vermutete Schelp darin, dass durch die Corona-Pandemie mehr Frauen früher wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Künftige Bewerber berücksichtigen

Die Ergebnisse eines externen Gutachters zur Betreuungssituation hätte Anton Sterr (CSU) schon gerne zum jetzigen Zeitpunkt vorliegen. „Wann ist damit zu rechnen? Im September nutzen uns die Ergebnisse nichts mehr“, kritisierte er. Die Stadt müsse vor dem neuen Betreuungsjahr reagieren können.

Es braucht noch etwas Geduld, bis auch die „Tiefe der Daten“ ausgewertet sei, wie Schelp erklärte. Ziel sei es nämlich auch, künftige Bewerber zu berücksichtigen. Berücksichtigt werden sollten beim künftigen Betreuungsbedarf auch die gestiegenen Geburtenzahlen, worauf Stephanie Pollmann (CSU) hinwies. „Die Zahlen sollte man im Hinterkopf behalten.“

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Am Ende stimmte der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig dafür, der Kita Käthe-Luther einen Baukostenzuschuss in Höhe von 80 000 Euro zu genehmigen. Voraussetzung ist, dass die evangelische Kirchengemeinde einen entsprechenden Antrag bei der Stadt stellt und entsprechende Fachbüros für den Umbau beauftragt.

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