Am 25. Januar ist die ersteBegegnung der Brautleute

Zerscht werd zamgschmust

Wer alles dazugehört bei einer zünftigen Faschingshochzeit, steht auf der Einladungskarte. Foto kir
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Wer alles dazugehört bei einer zünftigen Faschingshochzeit, steht auf der Einladungskarte. Foto kir

Aschau - Eine zünftige Faschingshochzeit veranstaltet der Trachtenverein d'Stoabacher am Samstag, 31. Januar, ab 9 Uhr.

Doch vor diesem großen Fest ist noch ein anderes Faschingsspektakel: die erste Begegnung der Brautleute. "Zamgschmust werd!" heißt es am Sonntag, 25. Januar, auf der Scheuerer-Alm bei Aschau.

Über Wochen und Monate hat nämlich der Stoffehammer Naz als Schmuser den Eltern des mutmaßlichen Brautpaares die Vorzüge des angedachten Ehepartners geschickt schmackhaft gemacht. In aller Öffentlichkeit werden sich am 25. Januar ab 14 Uhr die jungfräuliche Apollonia Mauererbleame und der tugendhafte Thaddäus Zementsackedandler das erste Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen. Vom Verhandlungsgeschick des Schmusers wird es abhängen, ob sich die Eltern des Paares über die Mitgift, eventuelle Dreingaben oder den Hochzeitstermin einigen können. Bei einem Einvernehmen kann dann der Progoda, da Bochmuiner Woiferl, die Verlobung und den Hochzeitstermin bekannt geben. Erfahrungsgemäß findet sich ein Weg. Denn das ganze ist ja ein alter Brauch, mit dem die typischen Bauernhochzeiten parodiert werden. Der Bräutigam wird dabei von einer Frau dargestellt, die Braut von einem Mann. Meist kommen die Hochzeitsgäste in alten und traditionellen Gewändern. kir/hg

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