Im Zeichen der Partnerschaft

Ganz im Zeichen der Partnerschaft mit Kongwa stand das Gemeindefest: Fleißig wurde gemeinsam für den Eintopf geschnipselt (links). Weiße Afrikanerinnen und schwarze Kavaliere: Frauen aus der Kirchengemeinde in afrikanischer Tracht mit Pfarrer Daniel Sailowa und Dickson Kimaro. Mit einem Benefiz-Konzert, auf dem Bild unten Sebastian Hofmann mit seiner Mutter Paulita, wurden die Gäste in der Martin-Luther-Kirche empfangen. Fotos fis
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Ganz im Zeichen der Partnerschaft mit Kongwa stand das Gemeindefest: Fleißig wurde gemeinsam für den Eintopf geschnipselt (links). Weiße Afrikanerinnen und schwarze Kavaliere: Frauen aus der Kirchengemeinde in afrikanischer Tracht mit Pfarrer Daniel Sailowa und Dickson Kimaro. Mit einem Benefiz-Konzert, auf dem Bild unten Sebastian Hofmann mit seiner Mutter Paulita, wurden die Gäste in der Martin-Luther-Kirche empfangen. Fotos fis

Im Zeichen der Partnerschaft mit der Gemeinde Kongwa in Tansania, mit der Waldkraiburg seit 20 Jahren verbunden ist, stand das evangelische Gemeindefest. Mit einem Stehempfang nach einem Benefizkonzert in der Luther-Kirche hatten die Feiern begonnen.

Waldkraiburg - "Geh` aus, mein Herz, und suche Freud!" Treffender hätte man im Gottesdienst auf das Gemeindefest der evangelischen Kirche nicht einstimmen können, in diesem Sommer stand es ganz im Zeichen der 20-jährigen Partnerschaft mit Tansania. Dazu trug neben den Vertretern aus Kongwa, die sich rege beteiligten, sicher die besondere familiäre Atmosphäre bei, die durch Lupo, den Kinderfreund, das Spiel vom barmherzigen Samariter und dem hilfsbereiten Türken und der Hinweis auf die gelebte Gemeinschaft beim sonntäglichen Kirchenkaffee entstand.

Echtes Partnerschaftsgefühl war zu spüren beim Fest, als Besucher gemeinsam Gemüse für einen tansanischen Eintopf schnipselte, die Kinder afrikanisch eingekleidet wurden, die Kleinen vom Hort auf Löwenjagd gingen und hölzerne Laufräder aus Kongwa ausprobiert werden konnten. Nicht nur der Eine- Welt-Laden war meist dicht umlagert; reißenden Absatz fanden vor allem die Lose der Tombola mit attraktiven Preisen wie einem Rundflug, eifrig knobelte man bei den Quizfragen, zum Beispiel nach der Klassenstärke der Schule in der Partnergemeinde, und ließ sich ein Stück vom 20 Meter langen Apfelstrudel schmecken, den die Bäckerei Pötzsch gespendet hatte. Sicherlich ist bei dem Fest eine ansehnliche Summe für die afrikanische Partnergemeinde eingekommen.

"Musik überschreitet Grenzen, wie unsere Partnerschaft mit Tansania tausende von Kilometern überwindet und der Glaube uns verbindet." Mit diesen Worten hatte Pfarrer Lars Schmidt-Lanzerath am Freitagabend das Benefizkonzert zugunsten der Partnergemeinde Kongwa in der Martin-Luther- Kirche eröffnet. Und es war eine bunte Mischung verschiedener Instrumente und Interpreten, die die Zuhörer zu hören bekamen: Der junge Organist Dominik Metz stimmte mit Cesar Francks Sonate in D-Dur das Publikum ein. Mit Harfe und Maultrommel brachten Annelies Brandstätter-Arnold und ihr Mann Günther das beschwingte Menuett "Aller Anfang", den traumhaften "Dream Bells" und die Stücke "Dämmerung und Nacht" und "La Rotta" zu Gehör. Die Telemann-Sonate in a-Moll spielten Manuela Wollenstein, Altblockflöte, und Sebastian Hofmann, Violine, begleitet von Bernhard Hofmann am Cembalo. Er war auch der Partner von Marie-Christine Moser (Cello) bei Vivaldis a-Moll-Konzert, die anschließend zusammen mit Annelies Brandstätter das bekannte Stück "Der Schwan" von Camille Saint-Saens vortrug. Mit jugendlichem Elan beeindruckte die Band "Teilzeithelden" mit Patrick Ginglseder, Josef Schüller und Michael Lameras und Lead-Sängerin Johanna Stowasser bei den Stücken "Hero of war" und "Knockin` on heaven`s door. Ein Höhepunkt in diesem Konzert war die "Partita in d-Moll" von J. S. Bach, traumwandlerisch sicher dargeboten vom erst 14-jährigen Sebastian Hofmann. Der Chor der Martin-Luther-Kirche trug unter Leitung von Paulita Arneth-Hofmann die Gospels "We are marching in the light of god" und "Let us break bread together" vor. Zusammen mit ihrem Sohn Sebastian zeigte sie ihr Können als Organistin im "Andante sostenuto" von Th. Kirchner, bevor sie mit "Incantation pour un Jour Saint" von Langlais einen eindrucksvollen Schlussakzent setzte. Lange anhaltender Applaus belohnte alle Mitwirkenden.

Beim anschließenden Stehempfang der evangelischen Kirchengemeinde mit den Gästen aus Tansania und Vertretern der Stadt konnte man immer wieder Lob und Dank heraushören für diese gelungene musikalische Darbietung und die so gut funktionierende Partnerschaft Waldkraiburg-Kongwa. fis

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