Weihnachtsfeier der anderen Art erfordert Großeinsatz von BRK und Polizei

Zehn Promille auf drei Köpfe verteilt

Waldkraiburg - Eine feucht-fröhliche Weihnachtsfeier fand am Mittwochvormittag in einer Wohnung am Annabergplatz statt. Dabei wurde so viel gebechert, dass ein Großeinsatz von Polizei und BRK erforderlich war.

Wie lange die Feier dauerte und welche Unmengen von Alkohol dabei konsumiert wurden, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen, berichte Georg Marchner, PI-Leiter. Gegen 11.40 Uhr wurde das BRK verständigt, nachdem zwei stark alkoholisierte Männer, beide 36 Jahre alt, hinter der Eingangstüre des Anwesens liegend vorgefunden wurden.

Da die beiden Männer trotz ihrer extremen Alkoholisierung sehr aggressiv waren, obwohl sie ohne Hilfe nicht mehr aufstehen konnten, wurde die Polizei um Unterstützung gebeten.

Beim Eintreffen der Polizei stellte sich heraus, dass auch noch ein 41-Jähriger, in dessen Wohnung die Feier stattfand, ebenfalls extrem betrunken war, so Marchner. "Rund zehn Promille, verteilt auf die drei Personen, dürfte ein realistischer -vermutlich noch untertriebener - Wert sein", sagt der Polizeichef. Letztlich sei ein Großaufgebot des BRK und Polizei erforderlich gewesen, um die Situation zu bereinigen.

Einer der Männer wollte einen freiwilligen Entzug antreten und wurde ins Inn-Salzach-Klinikum nach Gabersee gebracht. Bei beiden anderen Männern war wegen der starken Alkoholisierung eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Tatsächlich waren sie aber noch so aggressiv, dass die Transporte in die Krankenhäuser Altötting und Trostberg durch einen Polizeibeamten begleitet werden mussten.

Mit der Einlieferung ins Krankenhaus war der Fall noch nicht ganz beendet. Beamte der Nachtschicht der PI Altötting mussten noch einmal ausrücken.

Einer der Eingelieferten hatte sich soweit erholt und seinen Promillewert von fast vier Promille auf nur noch etwas über zwei Promille reduziert. Er brauchte keine ärztliche Behandlung mehr. Da er aber immer noch äußerst aggressiv war, durfte er noch einige Stunden in der Haftzelle der PI Altötting ausnüchtern. Letztlich hatte er sich nach Mitternacht so weit beruhigt, dass ihn eine Bekannte abholen konnte. re

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