Wieder über der 12000er-Marke

Das Haus Sudetenland, Jugendbildungsstätte und Schullandheim, ist auf einem guten Weg. Der Kassenbericht des Jugendförderungswerk e. V., Träger der Einrichtung, weist für 2014 einen kleinen Gewinn aus. Im Frühjahr 2018 erwartet Heimleiter Leonhard Schleich den millionsten Übernachtungsgast im Haus. Foto Archiv
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Das Haus Sudetenland, Jugendbildungsstätte und Schullandheim, ist auf einem guten Weg. Der Kassenbericht des Jugendförderungswerk e. V., Träger der Einrichtung, weist für 2014 einen kleinen Gewinn aus. Im Frühjahr 2018 erwartet Heimleiter Leonhard Schleich den millionsten Übernachtungsgast im Haus. Foto Archiv

Zum zweiten Mal in Folge hat das Haus Sudetenland 2014 die Schwelle von 12000 Übernachtungen in einem Jahr übertroffen. Auch für das erste Halbjahr 2015 berichtete Heimleiter Leonhard Schleich in der Mitgliederversammlung des .

Jugendförderungswerk e.V. von einem positiven Trend, gut 200 Übernachtungen mehr als im Vergleichszeitraum 2014.

Waldkraiburg - "Wir sind auf einem sehr guten Weg", meinte Schatzmeister Franz Belkot im Blick auf den Kassenbericht, der für 2014 einen kleinen Gewinn von 4101 Euro ausweist (zum Vergleich: 2013 gab es ein Defizit von 7148 Euro). Einnahmen in Höhe von gut 684000 Euro wurden im vergangenen Jahr erzielt, der Löwenanteil entfällt auf die Erträge aus Kursen und Seminaren mit insgesamt 340000 Euro. Über 39000 Euro hat die Mittagsverpflegung für die Ganztagsklassen der Diesel-Mittelschule gebracht, weniger als im vergangenen Jahr. Erneut ist die Zahl der ausgegebenen Essen gesunken. 70000 Euro hat wieder die Stadt zugeschossen.

Auf der Ausgabenseite, insgesamt 680000 Euro, sind die Personalkosten der größte Posten. Mit 271000 Euro liegen sie mehr als 25000 Euro unter dem Niveau von 2013, ein wesentlicher Grund für das positive Ergebnis. Um neun Prozent sind die Personalkosten aufgrund strafferer Organisation gesunken. Nicht nur vom Vorsitzenden, Stadtrat Michael Steindl, gab es Lob und Anerkennung für Heimleiter Schleich und sein Team, das sich durch Flexibilität und großes Engagement auszeichnet. Unter schwierigen Bedingungen. Denn die Verweilzeit der Gäste wird immer kürzer. Der Hauptgrund: Grundschulklassen - sie machen in dem Schullandheim 80 Prozent der Klassen aus - bleiben nur noch zwei Nächte. Schleich: "Wir haben also doppelte Arbeit in der Woche." Ein weiteres Problem: die Unzuverlässigkeit einzelner Gruppen. Zwei mussten heuer bereits Ausfallgebühren zahlen.

Eine wichtige Säule bleiben die Lernferien, Angebote für Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten wollen, mit über 1700 Übernachtungen (14 Prozent). Angebote wie das Berufsorientierungscamp, die MINT-Projektwochen mit dem Schwrrpunkt Chemie für Realschüler werden fortgesetzt, auch das Projekt "Mehrwert Demokratie". Eine ukrainische Gruppe hat an diesem Angebot Interesse angemeldet. Neu wird ein Projekt mit der Bundeswehr sein.

Bereits zum dritten Mal sei das Haus zertifiziert worden und habe drei Sterne erhalten. "Mehr geht nicht." Das würde eine behindertengerechte Ausstattung voraussetzen, so Schleich.

Der Heimleiter wagte einen Ausblick auf das Frühjahr 2018. Nach seiner Prognose wird dann im April oder Mai der millionste Gast im Haus Sudetenland übernachten. Gerade rechtzeitig vor dem Abschied Schleichs, der voraussichtlich im Oktober 2018 in Ruhestand geht. Über eine Nachfolgeregelung wird sich die Vorstandschaft bald Gedanken machen müssen. Zur Einarbeitung empfiehlt Schleich mindestens für ein Dreivierteljahr eine Doppelbesetzung.

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