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Wieder Mess-Stipendien im Pfarrverband

Waldkraiburg – Nach längeren Diskussionen hat die Kirchenverwaltung entschieden, auch im Pfarrverband Waldkraiburg wieder die „Angabe von heiligen Messen“, das heißt „Mess-Stipendien“ zu ermöglichen.

Das teilt Pfarradministrator Pater Bernhard Stiegler in der aktuellen Ausgabe der Pfarrverbandsnachrichten mit.

Der ehemalige Pfarrverbandsleiter, Pfarrer Martin Garmaier, hatte sich bald nach seinem Dienstantritt vor etwa 15 Jahren aus theologischen Gründen gegen diese Praxis ausgesprochen und mit diesem Schritt Diskussionen ausgelöst. Denn es gab auch im Pfarrverband entschiedene Befürworter der Mess-Stipendien, die in der katholischen Kirche eine lange Tradition haben. Die Stipendien ermöglichen Gläubigen für bestimmte Anliegen, meist zum Gedächtnis an verstorbene Angehörige, eine Messe zu stiften oder – wie es umgangssprachlich heißt – eine Messe anzugeben.

Jeder Anschein von Handel soll vermieden werden

Um Gefahren des Missverständnisses entgegen zu wirken, stellt Pater Stiegler klar: „Das Geld für ein Mess-Stipendium ist kein Kaufpreis für die Messe! Die Gnade Gottes und das Heil in Christus ist „gratis“, also Geschenk!“ Jeder Anschein von Handel sei zu vermeiden.

Das Mess-Stipendium, das in der Erzdiözese München-Freising derzeit fünf Euro beträgt, wird verwendet, um Auslagen für liturgische Feiern zu decken, zum Beispiel die Pflege der Kirchenwäsche und der liturgischen Geräte, für Kerzen oder Wein.

Das Kirchenrecht erlaubt jedem Priester, der eine heilige Messe im Anliegen eines Stifters zelebriert, ein Stipendium anzunehmen. Die Gläubigen beteiligten sich damit am Unterhalt von Amtsträgern und verschiedenen kirchlichen Werken. Pater Stiegler verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass bis heute in vielen Ländern ein Großteil der Priester fast ausschließlich davon lebe. Weil es in Osteuropa, Asien, Afrika und Lateinamerika keine Kirchensteuer gibt, seien die Stipendien oft die einzige Lebensgrundlage für Priester.

In vielen Pfarreien werden mehr Messen gestiftet, als vor Ort in diesem Anliegen gefeiert werden können. Deshalb wird der Überhang an Stipendien an Ordensinstitute im In- und Ausland weiter gegeben, damit die Messen in den Anliegen der Stifter gefeiert werden. Die Stipendien können auch an die Diözese weiter geleitet werden, die damit Missionare und religiösen Einrichtungen in armen Diözesen unterstützt. hg

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