"Wie eine Schlagader für Waldkraiburg"

"Diese Straße soll ein Motor für die Wirtschaft in Waldkraiburg werden", sagte Landrat Georg Huber beim Spatenstich an der Staatsstraße 2091, die nun als Zubringer für die A 94 fit gemacht wird. Unser Bild zeigt (von links) Claus-Peter Olk vom Staatlichen Bauamt Rosenheim, Landrat Huber, Bürgermeister Siegfried Klika, Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber, Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer, Thomas Linder von der Obersten Baubehörde im Innenministerium und Hans Werner Bauer von der Baufirma Stratebau. Foto kla
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"Diese Straße soll ein Motor für die Wirtschaft in Waldkraiburg werden", sagte Landrat Georg Huber beim Spatenstich an der Staatsstraße 2091, die nun als Zubringer für die A 94 fit gemacht wird. Unser Bild zeigt (von links) Claus-Peter Olk vom Staatlichen Bauamt Rosenheim, Landrat Huber, Bürgermeister Siegfried Klika, Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber, Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer, Thomas Linder von der Obersten Baubehörde im Innenministerium und Hans Werner Bauer von der Baufirma Stratebau. Foto kla

Seit gestern Mittag wird an der Staatsstraße 2091 gebaut. Sie wird fit gemacht als Zubringer zur A 94 in Ampfing. Beim Spatenstich verglich Bürgermeister Siegfried Klika diese wichtige Verkehrsader mit einer Schlagader. Die Maßnahme kostet knapp 5,3 Millionen Euro und soll etwa ein halbes Jahr dauern.

Waldkraiburg - 5,3 Millionen Euro kostet der Ausbau der Staatsstraße 2091 in Richtung Ampfing. Zwischen der Kreuzung am Kino und dem Kreisel nahe der Gärtnerei Igerl in Ampfing wird nun gebaut. In rund sechs Monaten soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Die Finanzierung trägt im Grunde der Freistaat, erklärte Claus-Peter Olk, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Rosenheim, beim Spatenstich. Aber wegen des "Kreuzungsrechtes" müsse sich der Landkreis mit etwa 150000 Euro beteiligen, denn die Daimlerstraße, die in den neuen Kino-Kreisel mündet, ist eine Kreisstraße.

Seit "gefühlten 30 Jahren", so sagte Bürgermeister Siegfried Klika im Interview, warte er auf den Ausbau dieser Straße. Schließlich sei Waldkraiburg eine Industriestadt und habe zirka 4500 Aus- und Einpendler. Die Straße sei überfrequentiert. Olk vom Straßenbauamt Rosenheim bekräftigt dies. Derzeit fahren etwa 14000 Fahrzeuge täglich auf dieser Strecke. Wenn die A 94 fertig ist, erwartet man ein Aufkommen von rund 17000. Thomas Linder von der Obersten Baubehörde im Innenministerium nannte einen Vergleichswert: "Der Durchschnittswert von Staatsstraßen liegt unter 4000."

Bei den Grußworten fiel oft das Wort "Danke". Etwa bei Olk vom Staatlichen Bauamt. Der Ausbau der Staatsstraße 2091 habe in einem Kabinettsbeschluss eine Priorisierung, einen Dringlichkeitsstatus, bekommen. Dabei wandte er sich dankend an Umweltminister Dr. Marcel Huber und seine Unterstützung in der Sache.

Er unterstrich auch die Unterstützung der Bevölkerung in Waldkraiburg. Man zeige viel Verständnis und Geduld für den Ausbau und die damit verbundenen Umleitungen. Und ohne die Grundbesitzer, die ihren Grund abgetreten haben, wäre die Maßnahme nicht möglich geworden.

Minister Huber sprach in seinem Grußwort das Thema Sicherheit an. Als aktiver Feuerwehrler habe er auf der Strecke zwischen Ampfing und Waldkraiburg viele schwere Verkehrsunfälle erlebt. "Jetzt wird die gefährliche Strecke ausgebaut", freute er sich, und zwar durch die Abschärfung der Kurvenradien, durch die Verbreiterung der Straße von sechs auf acht Meter und durch einen durchgehenden Radweg für den unmotorisierten Verkehr.

Verkehrsinfrastruktur sei eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung, allein für die An- und Abfuhr für Produktionen. "Die Verkehrsinfrastruktur müssen wir der wirtschaftlichen Entwicklung anpassen, damit sich Betriebe hier ansiedeln wollen", so Marcel Huber.

Wenn für den Autobahnausbau 70 Millionen ausgegeben werden, dürfe ein Zubringer nicht in einem solch schlechten Zustand bleiben. Jenen Bürgern, die nicht so viel Verständnis wie andere zeigen, sagte er: "Wir wollen den Anschluss an München halten."

Landrat Georg Huber verknüpfte in seiner Ansprache das Thema Straßenbau mit Umweltschutz, weil es hier schließlich auch um "Menschenschutz" gehe. "Wir stellen Lebensadern her durch Straßenbau", so der Landrat.

Bis 2018, so seine Einschätzung, sollte die A 94 von Marktl bis München durchgehend befahrbar sein. Bis dahin sei im Landkreis Mühldorf noch Etliches zu tun, wie etwa die Zubringer fitzumachen. Die nächste große Baustelle sei dann der Pürtener Berg. "Diese Straße soll ein Motor für die Wirtschaft werden."

Bürgermeister Siegfried Klika sprach von einem "Leuchtturmprojekt" und verglich die St 2091 mit einer Schlagader. "Wenn da was blockiert, hat man ein größeres Problem", so Klika. Er thematisierte die viele Arbeit im Vorfeld, die mit der Autobahn und dem Zubringer zusammenhing, etwa "die verdammte Austobahnausfahrt". Die Pürtener Kreuzung liege ihm noch wie ein "Wackerstein im Magen". Beim Spatenstich scherzte er: "Wie lange haben wir Zeit, diesen Kieshaufen wegzuschaufeln und wird die Maßnahme dann billiger?" kla

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