Weniger Teilnehmer, weniger Kurse: Die Volkshochschule Waldkraiburg startet in den Herbst

Vorsichtig plant die Volkshochschule für ihr Herbstprogramm. Viele Neuheiten wird es nicht geben, auch mit weniger Teilnehmern rechnet man.
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Vorsichtig plant die Volkshochschule für ihr Herbstprogramm. Viele Neuheiten wird es nicht geben, auch mit weniger Teilnehmern rechnet man.

Wie so viele hat es auch die Volkshochschule Waldkraiburg eiskalt erwischt: Von einem Tag auf den anderen keine Präsenzkurse mehr, erst Wochen später ein zögerlicher Neustart. Eine Rückkehr in einen Alltag, der geprägt ist von Schutzmaßnahmen und Zurückhaltung. Jetzt blickt Leiter Alexander Rahm optimistisch auf das kommende Herbstprogramm.

Von Raphaela Lohmann

Waldkraiburg – Ob ein Sensen-Mähkurs, Pilates oder der klassische Sprachkurs – das Angebot der Volkshochschule ist breit gefächert. Das soll auch im nächsten Herbstprogramm der Fall sein, auch wenn das Angebot mit rund 400 Kursen etwas geringer ausfallen wird als gewohnt. Dabei setzt die Waldkraiburger Erwachsenenbildung auf Bewährtes. „Wir haben mit Vorsicht geplant und daher wird es im nächsten Semester auch nicht viele Neuheiten geben“, sagt Alexander Rahm. Manche Kurse wiederum pausieren erst einmal.

Möglichst sicheren Ort bieten

Nach dem vorsichtigen Neustart im Juni, bei dem alles auf „Sparflamme“ lief, ist der Start für Herbst „normal geplant“. So normal, wie es eben in Zeiten von Corona sein kann. Denn das Bayerische Kultusministerium gibt ein umfassendes Hygienekonzept für alle Einrichtungen zur Erwachsenenbildung vor. Darin heißt es unter anderem, dass Gruppenarbeit nicht zugelassen ist, Arbeitsmaterialien nicht ausgetauscht werden dürfen, oder dass sich vor, während oder nach der Veranstaltung Gruppen bilden sollen. Hier setzt Alexander Rahm auf das Verständnis der Kursteilnehmer. „Es ist nicht alles zu überwachen, aber wir bitten darum, dass sich alle an die Vorgaben halten. Wir wollen unseren Teilnehmern einen möglichst sicheren Ort bieten.“

Da gibt es einiges zu beachten, was die Vhs auf knapp drei Seiten zusammengefasst hat. Lockere Gespräche am Ende des Kurses innerhalb des Gebäudes wird es deshalb nicht geben. Auswirkungen auf den Unterricht haben die Hygienemaßnahmen allerdings nicht.

Den Lockdown hat die Waldkraiburger Vhs nicht ungenutzt verstreichen lassen. Zum einen haben sich die Kursleiter weiter geschult und zum anderen geht man auf die neue Situation ein. „Wir bieten erstmals Online-Kurse an. Darunter zwei Gymnasikkurse und ein Spanisch-Kurs. Damit wir nicht mehr so kalt erwischt werden.“ Bedenken müssen Teilnehmer nicht haben ob der Effektivität oder Gestaltung eines Online-Kurses. „Es ist ganz normaler Unterricht möglich und es lässt sich interagieren wie in einer Klasse.“

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Der Sicherheitsabstand setzt Limits bei den Teilnehmerzahlen. „Wegen des Mindestabstands müssen wir die maximale Teilnehmerzahl für die Kurse herabsetzen“, erklärt Rahm. Außerdem sei nicht längst mehr jeder Raum groß genug, in der Folge reduziere sich auch das Angebot. Durchschnittlich etwa 4000 Teilnehmer habe die Volkshochschule im Semester. Rahm kalkuliert beim Herbstprogramm mit rund 500 Teilnehmern weniger. „Viele warten zwar drauf, dass es mit den Kursen weitergeht. Aber manche bleiben weiterhin vorsichtig.“

Einschränkungen bleiben vorerst

Arbeitstische nach dem Kurs abwischen, eigene Gymnastikmatten mitbringen oder ein fester Sitzplan: Die Hygienemaßnahmen werden sicher noch eine Weile alle Teilnehmer und Kursleiter begleiten. „Wir müssen vorerst mit den Einschränkungen leben“, sagt Rahm.

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