Zu wenig Wasser im Wanklbach - Gemeinde Kraiburg will Antworten

Der Wasserpegel am Wanklbach war schon mal höher. Ist der Grund dafür die allgemeine Trockenheit oder doch der Bau der Erdgas-Pipeline? Ein Informationsgespräch könnte Licht in die Angelegenheit bringen. meling

Der Wasserpegel am Wanklbach ist deutlich zurückgegangen. Über die möglichen Gründe diskutierte der Gemeinderat Kraiburg erneut. Eine Informationsveranstaltung könnte Klarheit bringen.

Kraiburg – Anwohner wie auch der Gemeinderat rätseln über den niedrigen Wasserpegel im Wanklbach. Ist die Verlegung der Gas-Pipeline ursächlich oder spielt die allgemeine Trockenheit eine entscheidende Rolle? Zuletzt in der September-Sitzung (wir berichteten) kam die Diskussion auf dieses Thema zu sprechen, in der jüngsten Sitzung dann erneut.

Zwischenzeitlich hat Petra Jackl (CSU), selbst Anwohnerin am Wanklbach, das Gespräch mit den Nachbarn gesucht. Ihr Eindruck: „Es kursieren so viele Dinge, allerdings hapert es mit der Dokumentation. Es wäre daher gut, Informationen zu bekommen, was Sache ist.“ Dabei dachte sie zum Beispiel an ein Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt, um mögliche Gerüchte auszuräumen.

Weniger Wasser durch die Trockenheit

Bürgermeister Dr. Herbert Heiml (CSU) erzählte von einem Gespräch mit den Verantwortlichen vom Unternehmen Bayernets, das während einer eineinhalbjährigen Bauphase die Erdgas-Pipeline von Burghausen bis Finsing bei München verlegt hat. Erst im Dezember vergangenen Jahres wurde die Pipeline in Betrieb genommen. „Es passt alles. Auch von Landwirten habe ich bislang wenig negative Rückmeldungen erhalten“, sagte Heiml über das Gespräch aus. Die Zustände der Straßen sei unterschiedlich, manche wurden während der Bauzeit „arg beansprucht“.

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Auch er weiß um den niedrigen Pegel des Wanklbachs, brachte als mögliche Ursache noch die Trockenheit ins Gespräch. „Durch die Trockenheit sinkt der Grundwasserspiegel, manche Quellen versiegen.“ Der Zulauf zum Bach würde sich verringern. Seine Beobachtung: Früher sei auch mehr Wasser den Hang runtergekommen und in den Bach hinein. „Jetzt ist es weniger.“ Man soll das Gespräch suchen mit der Bauaufsicht, denn: „Wir wollen Antwort.“

Für Werner Schreiber (SPD) war die Trockenheit als Ursache nachvollziehbar. Seine Idee: Eine Regenbecken zu schaffen, um bei Dürre den Bach bewässern zu können.

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Abgleiten, aber kein Hangrutsch

Ernst Kirmeier (UWG) unterstützte den Vorschlag, bei einer Veranstaltung die richtigen Informationen zum niedrigen Wasserpegel an die Bürger weiterzugeben. Bei einem solchen Gespräch ließe sich alles klären, bekräftigte nochmals Petra Jackl.

Ein Vorschlag, der auch im Gremium positiv aufgenommen wurde.

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