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Waldbad in Not

Weiteres Becken wird geschlossen: Was wird aus dem Waldkraiburger Freibad?

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal Probleme mit der Technik im Nichtschwimmerbecken. Sollte das Waldbad nächstes Jahr noch einmal in Betrieb gehen, bleibt das Nichtschwimmerbecken allerdings geschlossen. Die Vorgaben für die Wasserqualität lassen sich nicht mehr gewährleisten.
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In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal Probleme mit der Technik in einem Becken.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Falls das Waldkraiburger Waldbad 2023 seine Tore wieder öffnet, bleibt trotzdem ein weiteres Becken geschlossen. Warum die Stadtwerke für den Betrieb der restlichen zwei Becken dennoch bis zu 200 000 Euro investieren müssten.

Waldkraiburg – Die Freude, dass heuer wieder fast so viele Menschen das Waldbad besucht haben, wie in den Vor-Corona-Jahren währt nur kurz. Denn die Aussichten für nächstes Jahr sind nach dem aktuellen Planungsstopp nicht die Besten. Denn ein weiteres Becken soll bei einem möglichen Weiterbetrieb nicht zu nutzen sein.

Es hätte nicht viel gebraucht, dann hätte das Waldbad heuer die Marke von 2019 erreicht. So waren es statt 71 000 immer noch rund 68 000 Gäste. Nicht zu vergessen, dass 2019 noch das Wellen- und Planschbecken in Betrieb waren.

Noch unklar, wie es weitergeht

Also, fast so viele Besucher bei einem kleineren Angebot. Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) freute sich jedenfalls in der jüngsten Sitzung des Stadtrats, dass das Waldbad nach den beiden Corona-Jahren heuer wieder so gut angenommen worden ist. Trotz des kleineren Angebots, aber mit den Oberbayerischen Meisterschaften im Schwimmen und einem ersten Hundebadetag nach Ende der Saison.

Doch was kommen wird, darüber kann man aktuell nur spekulieren. Nach den Preissteigerungen für den Neubau des Waldbads auf rund 37 Millionen Euro brutto heißt es erst einmal Planungsstopp. Noch nicht abgeschlossen sind die Prüfungen des Landesamts für Denkmalpflege. Die Stadt sei in Kontakt, eine schriftliche Aussage erwarte man sich innerhalb der nächsten Wochen, „was denkmalwürdig ist“. Darüber informierte Pötzsch das Gremium.

Wie kann es im nächsten Jahr weitergehen? Darauf hat Bürgermeister Pötzsch nach einer Begehung des Waldbads erst einmal keine Antwort. Denn die Aussichten sind nicht die Besten: Nicht nur, dass Wellen- und Planschbecken nicht mehr in Betrieb gehen, jetzt trifft es auch noch ein drittes Becken. „Das Nichtschwimmerbecken bleibt zu.“

Dazu gibt es keine Alternativen, wie auch Stadtwerke-Chef Herbert Lechner auf Nachfrage erklärt. „Die Wasseraufbereitungstechnik des Nichtschwimmerbeckens ist nicht zuverlässig in der Lage die vorgeschriebene Badewasserqualität einzuhalten. Vor allem bei einer stärkeren Auslastung kommt die Technik sehr schnell an ihre Grenzen.“ Dies hänge neben der zu klein dimensionierten Wasseraufbereitung auch an dem zu geringen Wasserdurchsatz im Becken. Die veraltete Technik von 1971 könne die heutigen Vorgaben hinsichtlich Wasserqualität nicht mehr gewährleisten.

Wie steht es um die verbleibenden beiden Becken, das Sport- und Sprungbecken? Die könnte man laut Pötzsch öffnen, müsste aber erst einmal Geld in die Filtertechnik investieren. „Unter bestimmten Voraussetzungen könnten wir das Sprung- und Sportbecken in der neuen Saison in Betrieb nehmen. Hierfür wäre die Erneuerung des Filtermaterials sowie die Erneuerung der Filterrohrleitungen erforderlich“, erklärt Lechner.

Leitungen passen nicht zur Technik

Die Kosten werden aktuell noch konkret ermittelt, aber man rechnet mit einer Summe zwischen 150 000 und 200 000 Euro. Geld, das dann auf jeden Fall weg sei, unabhängig davon, ab das Waldbad saniert oder neu gebaut wird.

„Die erneuerten Rohrleitungen passen nicht zu einer neuen Filtertechnik. Ebenso das erneuerte Filtermaterial. Zudem besteht keine Gewähr, dass es trotz dieser hohen Ausgaben im nächsten Jahr nicht doch zu Einschränkungen kommen kann“, sagt Lechner, demzufolge das Waldbad noch „viele weitere Schwachstellen“ hat.

Eine Entscheidung, wie es weitergehen soll, ist noch nicht gefallen. Pötzsch erinnerte an eine Sondersitzung, die noch aussteht. „Wenn alles vorliegt, unterhalten wir uns konkreter.“ Als Alternative wäre es für Herbert Lechner denkbar, die Schulschwimmhalle über den Sommer für die Bevölkerung zu öffnen.

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