Ein weißer Fleck weniger: Nach vielen Planungen wird in Aschau-Werk ein Mobilfunkmast gebaut

Lange hat die Gemeinde nach dem richtigen Standort gesucht, jetzt ist einer gefunden. Auf dem Gelände der Firma Rheinmetall soll ein 40 Meter hoher Funkmast enstehen, der eine verbesserte Mobilfunkverbindung nach Aschau bringen soll. DPA/Jens Büttner
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Lange hat die Gemeinde nach dem richtigen Standort gesucht, jetzt ist einer gefunden. Auf dem Gelände der Firma Rheinmetall soll ein 40 Meter hoher Funkmast enstehen, der eine verbesserte Mobilfunkverbindung nach Aschau bringen soll. DPA/Jens Büttner

Viele mögliche Standorte für einen Mobilfunkmast hat die Gemeinde in der Vergangenheit bereits geprüft. Bislang soll aber nur in Waldwinkel einer verwirklicht werden. Für Aschau und Aschau-Werk verbessert sich dadurch aber nichts. Das soll sich aber bald ändern.

Aschaut – Vor einem Jahr hatte es Aschaus damaliger Bürgermeister Alois Salzeder angesprochen: Es gibt Überlegungen, auf gemeindlichen Grund in Aschau-Werk einen Mobilfunktmast zu errichten. Nicht auf gemeindlichen Grund, sondern auf dem Grundstück der Firma Rheinmetall soll ein 40 Meter hoher Stahlgittermast für Funkdienste entstehen. Ein entsprechender Bauantrag lag in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vor.

Kein Ersatz für Mast in Waldwinkel

Drei Antennen werden in jeweils gleichen Abstand rund um den Masten installiert. Aufgrund seiner Lage ist nach Angaben der Verwaltung damit zu rechnen, dass der Mast etwa 30 Meter über die Hangkante hinausragt. Bauherr ist die Deutsche Funkturm GmbH, der dann von der Telekom genutzt werden soll. Von einer besseren Mobilfunkverbindung profitieren sollen Aschau-Werk, Aschau und der Süden von Waldkraiburg, informierte Bürgermeister Christian Weyrich (CSU).

„Ein Ersatz für den Mobilfunkmast in Waldwinkel ist der Mast nicht“, erklärte Weyrich. Von Aschau-Werk lässt sich der Teil der Gemeinde nicht mitversorgen. Bislang habe die Deutsche Funkturm GmbH nur einen Vertrag mit der Telekom, wie der Bürgermeister auf Anfrage von Andreas Kölbl (AWG) beantwortete. Die Firma vermiete den Mast an einen Betreiber, die Zuführung zum Mast erfolge kabelgebunden über Glasfaser und soll LTE-Verbindungen ermöglichen.

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Thomas Duxner (Bündnis Aschau) lag daran, dass nicht jedes Mobilfunkunernehmen einen eigenen Mast baue. „Wir sollten das unterstützen, dass auch andere Anbieter den Mast nutzen. Auch an andere Anbieter zu vermieten, sei auch im Interesse des Bauherrn, sagte Weyrich. „Die Firma ist jetzt wegen der Telekom aktiv geworden, andere Betreiber könnten folgen.“

Harald Rösler (Bündnis Aschau) äußerte Bedenken dahingehend, dass die Bewohner von Kemating nah dran seien an dem Funkmast. Weyrich versuchte zu beruhigen: Primär soll die Sendeleistung sich nicht Richtung Kemating orientieren.

Alexandra Kutschera (Bündnis Aschau) regte an, dass der Mast ein möglichst großes Gebiet abdecken soll. „Ansonsten ist bald wieder Bedarf da.“ Durch seine Bauart würde die Versorgung möglichst optimal genutzt werden, aber für ganz Aschau wird es wohl nicht reichen. „Mit einem Mast ist Aschau nicht abzudecken“, erklärte Kölbl. Dies liegt daran, dass die Sendeleistung nicht zu hoch sein soll. „Die Frage nach einem weiteren Mast wird wohl kommen“, sagte er.

Zwei Gegenstimmen zum Standort

Fügt sich der Mast tatsächlich in die Eigenart der Umgebung ein Eine Frage, die für Daniela Reingruber (CSU) ohne entsprechende planerische Ansicht nicht zu beurteilen ist. „Dazu braucht man eine Ansicht vom Ort aus, um zu sehen, ob es sich einfügt.“

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Für Lorenz Salzeder und Thomas Wintersteiger (beide CSU) ist nach langer Suche und Prüfung verschiedener Standort der Platz in Aschau-Werk ideal. Die Mehrheit im Gremium bewertet es ähnlich: Mit zwei Gegenstimmen segnete der Gemeinderat den Bauantrag ab.

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