Dritter verkaufsoffener Sonntag?

Weil Corona Laternenumzüge verhindert, steht Martinssonntag in Waldkraiburg auf der Kippe

Der große Lichterumzug, den die Aktionsgemeinschaft in den Vorjahren am verkaufsoffenen Martinssonntag organisiert hat, ist im Corona-Jahr undenkbar. Ob das zur Absage der Veranstaltung führt, ist noch offen.
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Der große Lichterumzug, den die Aktionsgemeinschaft in den Vorjahren am verkaufsoffenen Martinssonntag organisiert hat, ist im Corona-Jahr undenkbar. Ob das zur Absage der Veranstaltung führt, ist noch offen.

Bleibt der Autosonntag der einzige verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr? Diese Frage will Willi Engelmann, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk in Waldkraiburg noch nicht endgültig beantworten. Doch Vieles spricht dafür, dass der Martinssonntag am 8. November abgesagt wird.

Waldkraiburg – Der Martinssonntag wäre der dritte verkaufsoffene Sonntag in Waldkraiburg, der heuer der Corona-Pandemie zum Opfer fällt.

Laternenumzug undenkbar

So viel ist sicher: Der große Martinsumzug mit vielen hundert Kindern und deren Angehörigen durch die Straßen der Stadt, der die Veranstaltung in den vergangenen Jahren abgeschlossen hatte, kann in keinem Fall stattfinden. Damit bricht der Aktionsgemeinschaft das Ereignis von überörtlicher Bedeutung weg, das eigentlich eine der Voraussetzungen ist für die Öffnung von Geschäften an einem Sonntag.

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Machbar wäre nur ein Selbsterzeugermarkt mit Hygienekonzept

Allenfalls machbar wäre aus Sicht Engelmanns, den Selbsterzeugermarkt zu organisieren. Dafür ließe sich, ähnlich wie bei der Autoschau am vergangenen Sonntag, ein Hygienekonzept entwickeln und umsetzen. „Man müsste einen bestimmten Bereich dafür absperren, in dem die Leute Masken tragen müssen.“

In den Kitas wird nur in Gruppen gefeiert

Wegen der hohen Corona-Zahlen im Landkreis wird das Martinsfest 2020 auch in den Kindertageseinrichtungen ein ganz anderes Gesicht haben als in den Vorjahren. Laternenumzüge wird es natürlich auch da nicht geben, „eventuelll im Garten nur gruppenintern“, sagt Wolfgang Gschlößl, Verwaltungsleiter des katholischen Kita-Verbundes Aschau-Kraiburg-Waldkraiburg.

Aufgrund der Vorgaben der Behörden ist das gar nicht anders möglich. Sämtliche Aktivitäten sind auf die Gruppen beschränkt. Allerdings wollen, so weit möglich, die Seelsorger in die Gruppen kommen, um mit den Kindern das Fest zu feiern. Auf keinen Fall wolle man das Martinsfest ausfallen lassen, betont Gschlößl. hg

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