Was Max (10) aus Waldkraiburg im Lockdown am meisten gefehlt hat - Homeschooling war es nicht

Endlich darf Max Hupfauer seine Oma Erna auch wieder umarmen.
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Endlich darf Max Hupfauer seine Oma Erna auch wieder umarmen.

Das hätte sich Max bis zum Corona-Lockdown im Frühjahr nie vorstellen können: Plötzlich soll es gefährlich sein, wenn man die Großeltern trifft. Gerade zu Oma Erna hat der Bub ein inniges Verhältnis.

Waldkraiburg – „Da war ich schon baff, als es hieß, Oma und Opa wären Risikogruppe und dürften von den Enkeln nicht mehr besucht werden“, beklagt der zehnjährige Max aus die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Er weiß, seine Oma ist technisch nicht übermäßig gut ausgerüstet. „Skypen fiel daher flach, aber dafür haben wir oft telefoniert und Whats App geschrieben“, erzählt der Schüler, der heilfroh ist, dass nun wieder persönliche Kontakte zu seiner Großmutter möglich sind. „Als ich sie nach den Lockerungen das erste Mal besuchte, stand gleich mein Lieblingsessen auf dem Tisch“, schwärmt der Zehnjährige.

Auch im Waldbad nervt der Mundschutz

Was Max zu Beginn der Corona-Beschränkungen eigentlich recht cool fand: Keine Schule, lange schlafen und Computer spielen. Doch die Ernüchterung holte den Buben schnell ein. „Home-Schooling war echt anstrengend und gar nicht schön“, weiß der Zehnjährige jetzt aus Erfahrung.

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Corona mit seinen Kontaktbeschränkungen stellte das Leben des Schülers ziemlich auf den Kopf. Von einem Tag auf den anderen nur noch daheim herum zu hängen ist überhaupt nicht das Ding von Max. „Das war teilweise richtig öde“, gibt er zu.

Oben ohne – endlich durfte er die Oma wieder umarmen

Umso glücklicher ist Max nun wieder im Waldbad abtauchen zu können. „Da kommt ab und zu meine Oma mit, weil sie auch gerne schwimmt“, sagt er.

Der Schüler sieht jedoch auch im Schwimmbad seine Freiheiten eingeschränkt. „Immer auf den Abstand achten und die Maske aufsetzen, wenn man sich am Kiosk ein Eis holt, ist schon nervig.“ Mit dem Radl zum Waldbad zu fahren, klappt hingegen ohne Mundschutz und die Oma darf auch mal „oben ohne“ umarmt werden. huc

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