Wo Hunde Hunde sein dürfen

Waldkraiburg: Stadträtin Martina Arnusch-Haselwarter fordert Spielwiese für Hunde

Mit ihrer Hündin Maja würde Martina Arnusch-Haselwarter die Hundewiese auch selbst gerne nutzen. Hundehalter, mit denen sie gesprochen hat, seien von der Idee begeistert, sagt die Stadträtin.
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Mit ihrer Hündin Maja würde Martina Arnusch-Haselwarter die Hundewiese auch selbst gerne nutzen. Hundehalter, mit denen sie gesprochen hat, seien von der Idee begeistert, sagt die Stadträtin.
  • Kirsten Meier
    vonKirsten Meier
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Einen Ort, wo Hunde Hunde sein dürfen, wo die Vierbeiner ausgelassen mit ihren Artgenossen spielen und herumtollen können, das wünschen sich viele Hundehalter. SPD-Stadträtin Martina Arnusch-Haselwarter setzt sich für ein solches Areal in Waldkraiburg ein.

Waldkraiburg – Freien Auslauf haben die Vierbeiner nur selten. Meist müssen sie an die Leine. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen. Arnusch-Haselwarter (54) kennt dieses Problem seit Langem. Seit drei Monaten hat sie nach einer Pause selbst wieder eine Hündin und kommt deshalb mit anderen Hundehaltern regelmäßig ins Gespräch. Die seien von ihrer Idee, eine öffentliche Hundewiese auszuweisen, begeistert.

Platz müsste umzäunt werden

Dafür brauche es gar nicht viel, sagt die Waldkraiburgerin: einen geeigneten Platz, den man umzäunt, eine Hundetoilette mit Kotbeuteln, damit der Platz sauber gehalten wird, und ein bisschen Grundstückspflege. Schon hätten die Menschen und ihre Weggefährten auf vier Pfoten ein Stückchen Freiheit gewonnen.

In Ampfing gibt es bereits eine solche Hundewiese. gibt es bereits eine solche Hundewiese. Die Stadträtin ist überzeugt davon, dass es eine Weitere in Waldkraiburg brauche. Sie verfolge ein anderes Konzept als Tierfreunde in der Nachbargemeinde. Dort müssten auswärtige Hundehalter für die Nutzung des Geländes bezahlen. Das habe Arnusch-Haselwarter nicht im Sinn. In Waldkraiburg soll das Gelände allen kostenfrei offen stehen.

Hundesteuer sollte in dieses Projekt fließen

Die Stadträtin sieht auch die Stadt in der Pflicht. In keiner anderen Landkreis-Gemeinde sei die Hundesteuer höher. 100 Euro müssen Waldkraiburger Bürger zahlen. „Da könnte man doch einiges an Geldern in so ein Projekt fließen lassen“, findet die 54-Jährige.

Gleichzeitig appelliert sie an die Vernunft der Hundehalter. Deren Aufgabe wäre es, den Platz sauber zu halten und die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. Dass jeder Hund, der den Hundetreff nutzen will, versichert und im Umgang mit anderen Hunden und Menschen verträglich sein muss, verstehe sich von selbst.

Stadträtin schlägt Peterswiese vor

Einen möglichen Standort hat Arnusch-Haselwarter schon ausgemacht: die Peterswiese, ein Grundstück im Haidaer Park, gleich neben der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber. „Dieser Bereich würde sich perfekt für so einen Auslauf eignen. Er ist groß genug, breit und vor allem zentral gelegen. Dort sind schon jetzt viele Hundebesitzer mit ihren Tieren unterwegs.“ Auch Senioren oder Menschen, die nicht mobil sind, könnten den Hundetreff problemlos erreichen. Das Gelände müsse natürlich eingezäunt werden, damit sich die Hunde frei bewegen könnten, sagt Arnusch-Haselwarter.

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Noch ist nichts spruchreif

Spruchreif ist das noch lange nicht. Doch im Stadtrat hat sie ihr Anliegen schon vorgebracht. Der Bürgermeister habe Interesse signalisiert. Robert Pötzsch. „Das Thema nehmen wir mit.“

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Auch wenn sich eine konkrete Lösung noch nicht abzeichnet, ist Martina Arnusch-Haselwarter zuversichtlich, dass spätestens im Frühjahr oder Frühsommer 2021 die Hundewiese zur Verfügung steht. Ihrer Aussage nach sei für viele Menschen der Hund ein wichtiger sozialer Kontakt und Halt – gerade in Corona-Zeiten. Tiere würden Menschen darüber hinaus vor Vereinsamung retten und sie auf den Beinen halten. Wer sein Tier liebt, komme eher an die frische Luft. Eine Hundewiese würde das erleichtern, sagt sie. Und stören oder verängstigen würden die Hunde dort niemanden.

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