Nachruf auf Anna Schicke aus Pürten

Waldkraiburg/Pürten. – Eine stets gesellige Pürtnerin ist heimgegangen in den ewigen Frieden: Anna Schicke verstarb im Alter von 88 Jahren und fand im Pürtner Friedhof ihre letzte Ruhestätte.

Die „Schicke Anni“, wie sie jeder nannte, erblickte am 23. Dezember 1931 in Niederndorf als erstes Kind der Eheleute Anna und Xaver Hackner das Licht der Welt. Mit zwei Geschwistern wuchs sie dort auf und besuchte die Schule in Pürten.

Gerne berichtete sie von den Erlebnissen auf ihrem Schulweg, den sie oft bei Schnee und Eiseskälte gehen musste, und vom bescheidenen Leben und den einschneidenden Erlebnissen in der Kriegszeit. Die Sprengung der Kraiburger Innbrücke hat sie hautnah miterlebt.

Ihr beruflicher Lebensweg begann als Hausmädchen in der Bäckerei Hartl. Danach war sie in verschiedenen Stellungen tätig, zuletzt in den Bekleidungsfirmen Primus und Konen.

In Waldkraiburg lernte sie Gerhard Schicke aus Niederschlesien kennen. Am 16. Juni 1955 schlossen sie in Altötting den Bund der Ehe, der mit ihren Kindern Brigitte, Gerti und Klaus gesegnet war. In Pürten erbaute sich die Familie ein Eigenheim, das sie 1960 bezog.

Anna traf ein schwerer Schicksalsschlag, als 1971 ihre 16-jährige Tochter Brigitte an einem Gehirntumor verstarb.

Gemeinsam mit der Nachbarin versorgte die Blumenliebhaberin die Pfarrkirche mit herrlichem Blumenschmuck. Zudem übernahmen die beiden Frauen das Mesneramt, das Anna Schicke bis 1984 ausführte.

Die Verstorbene reiste gerne, ihr Interesse galt auch Wallfahrtsorten. Die schönste Reise unternahm sie zur Feier der Silberhochzeit mit ihrem Mann nach Israel.

Anna liebte Geselligkeit und war Mitglied beim Frauenbund sowie beim Radfahrer- und Eisschützenverein.

Im April 2001 verstarb ihr Mann nach längerer Krankheit. Nun brachte ihr Enkelin Caterina Freude ins Haus, und Anna erhielt Unterstützung von Tochter Gerti, auf die sie nach einigen Erkrankungen immer mehr angewiesen war.

Nach erneuter gesundheitlicher Verschlechterung ist sie nun friedlich entschlafen. Ihr geschmücktes Grab spiegelt ihre Liebe zu den Blumen wider. bac

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