ANGESPANNTE FINANZLAGE

Waldkraiburger Vereine schlagen Alarm – Corona setzt auch dem „Freiraum 36“ zu

Der Vorstand (von links): Manuel Gildi (Schatzmeister), Inga Sauter-Hartmann (Beisitzerin), Richard Fischer (Vorsitzender), Stephanie Pollmann (2. Vorsitzende).
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Der Vorstand (von links): Manuel Gildi (Schatzmeister), Inga Sauter-Hartmann (Beisitzerin), Richard Fischer (Vorsitzender), Stephanie Pollmann (2. Vorsitzende).

Der Verein „Freiraum 36“ schlägt Alarm. Die Pandemie und die daraus folgenden Mietausfälle im Vereinshaus in der Aussiger Straße 36 setzen auch dem Trägerverein zu. „Corona hat uns sehr schwer getroffen“, so der Vorsitzende, Stadtrat Richard Fischer.

Waldkraiburg – Bei einem Ortstermin hat das „freiraum“-Team auf die angespannte finanzielle Situation hingewiesen. Seit vielen Monaten sei das Haus zu, sagt Fischer.

Seit Anfang 2021 Mieten gestundet

Die Einnahmen aus Veranstaltungen seien weggebrochen. Nur ein Teil der 14 Mitgliedsvereine und -institutionen habe bis Ende 2020 noch Miete zahlen können. „Einigen, die schon nicht mehr zahlen konnten, mussten wir sie ganz erlassen.“

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Seit Anfang des Jahres hat der Trägerverein den Mitgliedern die Miete gestundet. Auch er selbst muss laut Fischer derzeit keine Miete an den Hauseigentümer, die Stadtbau GmbH, aufbringen. Für Januar und Februar wurde uns die Miete gestundet. Irgendwann wird der Verein aber nachzahlen müssen.

Betrieb wohl noch bis zum Sommer beeinträchtigt

Der Vorsitzende rechnet damit, dass im ersten Halbjahr eine Summe in Höhe von rund 12.000 Euro aufläuft. Denn er hält es für eher unwahrscheinlich, dass der Betrieb im Freiraum bereits im ersten Halbjahr wieder aufgenommen werden kann. Die Mitgliedsvereine werden also weiter kaum oder nur geringe Einnahmen haben.

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Mit 5.000 Euro habe sich der Verein in dem ehemaligen Fabrik- und Schulungsgebäude an der Erneuerung des Heizungskessels durch Stadt und Stadtbau GmbH im vergangenen Jahr beteiligt.

Lange stand die Zukunft des mehrstöckigen Gebäudes als Vereinshaus auf der Kippe. Bis 2025 – so ist mit Stadt und Stadtbau vereinbart – scheint die Verwendung für diesen Zweck gesichert. Doch mit jeder Woche weitreichender Corona-Auflagen gerät der Verein weiter unter Druck.

Vorstand will Vereinshaus unbedingt halten

Der Vorstand mit Richard Fischer, seiner Stadtratskollegin Stephanie Pollmann, Manuel Gildi (Schatzmeister) und Inga Sauter-Hartmann ist fest entschlossen, den Freiraum 36 als Vereinsheimat zu erhalten. Aus diesem Grund hat man sich auch vorgenommen, dem Gebäude einen neuen Anstrich zu verpassen.

Aus eigener finanzieller Kraft schafft der Verein das allerdings nicht. Die Rücklagen sind laut Schatzmeister Mauel Gilid aufgebraucht. Der Vorstand hofft deshalb auch dafür auf Spenden. Und bietet für die Zeit nach Corona Räume, die die Vereine nicht brauchen, als Tagungsort, für Schulungen oder als Lagerraum an.

Bechstein-Flügel als Geldquelle?

Und Inge Sauter-Hartmann vom Verein Kaleidoskop, die sich als Beisitzerin im Trägerverein engagiert, denkt darüber nach eine einmalige Geldquelle zu erschießen, mit dem Verkauf eines Bechstein-Flügels. hg

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