Waldkraiburger Stadtwerke bessern nach: Sonderpreis für die Randzeiten im Waldbad

Das Wellenbecken, hier ein Archivbild aus einer Corona-freien Saison, konnte erst mit Verspätung geöffnet werden. Doch seit Montag ist das Becken offen, grade rechtzeitig für die wärmeren Tage, die jetzt wieder anstehen.
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Das Wellenbecken, hier ein Archivbild aus einer Corona-freien Saison, konnte erst mit Verspätung geöffnet werden. Doch seit Montag ist das Becken offen, grade rechtzeitig für die wärmeren Tage, die jetzt wieder anstehen.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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So groß die Freude über die Öffnung des Waldbades war, einige Besucher haben dann doch bedauert, dass es keine Sondertarife mehr für Frühschwimmer gibt. Jetzt wollen die Stadtwerke für die Randzeiten doch einen Rabatt gewähren.

Waldkraiburg – Die erste und hoffentlich auch die letzte Corona-Saison im Waldkraiburger Waldbad ist – vom Regenwetter einmal abgesehen – recht positiv angelaufen, findet Robert Kratzenberg, der Leiter des Geschäftsbereichs Sportanlagen bei den Stadtwerken. Eine Änderung wird es allerdings geben: Die Stadtwerke führen einen Sonderpreis für die Randzeiten ein.

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Es gab Kritik am Badbetreiber

Damit reagiert der Badbetreiber auf Kritik aus den Reihen vieler treuer Badegäste. Vor allem Senioren, die gerne die ruhigen Randzeiten nutzen, bedauerten, dass es heuer keinen Sondertarif für Frühschwimmer gibt – und Corona-bedingt ja auch keine Saisonkarten.

Vorstoß von SPD-Stadträtin

Stadträtin Martina Arnusch-Haselwarter (SPD), die selbst als Aufsicht im Bad mithilft, hatte das Thema im Stadtrat angesprochen und darum gebeten, den Senioren und Frühschwimmern entgegen zu kommen.

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Das wird laut Katzenberg nun auch in die Tat umgesetzt. „Damit wollen wir auch sicherstellen, dass die ruhigeren Randzeiten genutzt werden.“ In den ersten beiden Betriebsstunden, also von 9 bis 11 Uhr an Wochenenden und Ferientagen und von 10 bis 12 Uhr an Wochentagen außerhalb der Ferien, sowie in den letzten beiden Betriebsstunden müssen Erwachsene nicht vier Euro Eintritt zahlen, sondern nur zwei Euro. Auch Kinder zahlen zu dieser Zeit nur die Hälfte – einen Euro. Bereits in der kommenden Woche soll diese neue Regelungsystem laut Kratzenberg gelten (zur Umsetzung siehe Kasten).

Ab nächster Woche 800 Besucher erlaubt

Dann dürfen sich erstmals 800 Besucher gleichzeitig auf der Anlage aufhalten. Schritt für Schritt haben die Stadtwerke die Kapazität im Rahmen der Vorgaben erweitert, damit sich auch das Aufsichtspersonal an die Corona-Bedingungen herantasten kann. Mit 500 Besuchern war man gestartet, in dieser Woche dürfen sich bereits 700 Personen gleichzeitig im Waldbad aufhalten. Auf den ganzen Tag verteilt besuchten am vergangenen Samstag rund 750 Menschen das Bad. Das war bislang der beste Besuch.

Wellenbecken jetzt auch offen

„Die Leute sind sehr diszipliniert. Die Gäste bringen große Ruhe mit. Wir spüren noch die große Dankbarkeit, dass wir aufgemacht haben“, sagt Kratzenberg, der den Eindruck hat, dass der Betrieb unter Corona-Bedingungen bislang weitgehend problemlos gelaufen sei. Nur im Nichtschwimmerbecken hätten sich zeitweise zu viele Personen gedrängt. Das habe auch damit zu tun, dass wegen der kurzen Vorbereitungszeit das Wellenbecken erst verspätet den Betrieb aufnehmen konnte. Seit Anfang dieser Woche steht auch das Wellenbecken zur Verfügung.

Rabatt in Randzeiten: So funktioniert‘s

Die Umsetzung des Sonderpreises in den Randstunden des Badebetriebs ist aufgrund der Schutzvorschriften in Corona-Zeiten, in denen eine Höchstzahl von Badbesuchern auf der Anlage festgelegt ist, nicht ganz einfach. Die Stadtwerke haben sich für ein Pfandmarkensystem entschieden.

Wer in der Früh kommt, zahlt den vollen Preis – vier Euro – und bekommt einen Wertbon. Den kann er dann beim Verlassen des Waldbades innerhalb der ersten zwei Öffnungsstunden abgeben und bekommt zwei Euro heraus. Wer länger bleibt, lässt den Bon verfallen und zahlt damit den vollen Preis.

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