Die Waldkraiburger Stadtbau GmbH hat 600 Wohnungen für 50 Millionen Euro modernisiert

„Hier oben ist es am ruhigsten“, sagte Anke Wehner, die in einer 40 Quadratmeter-Wohnung der Stadtbau in der Siemensstraße 1 A wohnt. Gerne beobachtet sie den Fortgang der Arbeiten am Nachbargebäude, wo die letzten der insgesamt 602 Wohnungen im Rahmen des Modernisierungsprogramms der Gesellschaft fit für die Zukunft gemacht werden. Grundner

„Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt Anke Wehner und strahlt übers ganze Gesicht. Die 79-Jährige ist gern Mieterin der Stadtbau, vor allem seit sie im Mai in die frisch modernisierte 40 Quadratmeter-Wohnung im siebten Stock der Siemensstraße 1A eingezogen ist.

Waldkraiburg – Seit wenigen Monaten ist die Siemensstraße 1 A wieder voll belegt. Nach etwa einem Jahr hat die Stadtbau GmbH die gut vier Millionen Euro teuere energetische Modernisierung der 48 Wohnungen in diesem Block abgeschlossen. Längst wird am baugleichen Nachbargebäude gearbeitet. 4,2 Millionen Euro wird diese Maßnahme kosten, die bis August 2020 abgeschlossen sein soll, wie Bauleiter Michael Kebinger und Interimsgeschäftsführerin Ilona Payer beim Rundgang über die Baustelle berichten.

602 Wohneinheiten für über 50 Millionen Euro modernisiert

Damit kommt das große Modernisierungsprogramm der Stadtbau GmbH zum vorläufigen Ende. Seit 2002 hat die städtische Gesellschaft nicht weniger als 602 Wohneinheiten samt 137 Garagen modernisiert. Das ist mehr als die Hälfte ihres Wohnungsbestandes. Es geht um insgesamt 36 000 Quadratmeter Wohnfläche, die auf Vordermann gebracht wurden, damit sich die Mieter wieder wohlfühlen können. Mehr als 50 Millionen Euro sind in diese Modernisierungsobjekte geflossen.

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Brandschutz und Wärmedämmung an den Fassaden, neue Bodenbeläge und neue Leitungen, neue Türelemente zu allen Wohnungen, ein komplett neuer Eingangsbereich, der Einbau einer Wohnraumbelüftung – all das und vieles mehr umfasst die Modernisierung. Anke Wehner, eine waschechte „Hamburger Deern“, die ihre Herkunft nicht verleugnen kann, obwohl sie schon lange in Bayern lebt, hat es vor allem die neue Küche angetan, in die sie problemlos mit dem Rollator kommt und sich dort bewegen kann. Und das neue Badezimmer natürlich auch, die bodenebene Dusche, die grade Mietern, die nicht mehr so gut auf den Beinen sind, so Vieles erleichtert. „Sehr praktisch“, sagt sie. „Ideal!“

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Annelies Jakob, die ein paar Etagen tiefer in einer 54 Quadratmeter-Wohnung lebt, ist skeptischer. Ob’s besser ist als drüben in der alten Wohnung in der 1 B, weiß sie noch nicht. „Das stellt sich im Winter raus. Drüben war‘s kalt.“ Der Umzug, den wie bei allen Mietern die Stadtbau bezahlt hat, war anstrengend. Und vor allem fehlt ihr der Abstellraum nahe der Küche. Weil das nicht nur Jakob so geht, bleibt dieser Raum den Mietern in der 1 B nun doch erhalten, erzählt Kebinger.

Insgesamt gut 3000 Tonnen CO² im Jahr eingespart

Und die 75-Jährige gibt sich auch versöhnlich. „Ich bin schon zufrieden“, lacht sie. Natürlich sei vieles praktischer im neuen Heim. Allein der Aufzug. Was war das früher für eine Konstruktion. Immer musste man noch Treppen steigen, um vom Aufzug in die Wohnung zu gelangen. Nach der Erneuerung der Anlage gibt es Haltestellen auf jeder Ebene. Das Treppensteigen ist vorbei.

Vor wenigen Wochen fertiggestellt: die Siemensstraße 1 A, die nicht nur eine neue Fassade mit Wärmedämmung bekommen hat, sondern zahlreiche weitere Neuerungen. 4,1 Millionen Euro hat dies gekostet.

Auf zahlreichen Dächern hat die städtische Gesellschaft Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung installiert. Geheizt wird mit Geothermie. Nahezu zwei Drittel der Stadtbau-Objekte hängen laut Michael Kebinger an der Fernwärme. Zusammen mit den Maßnahmen zur Wärmedämmung bringt das eine jährliche CO²-Einsparung von 3000 Tonnen.

Bei der Siemensstraße 1A und 1 B handelt es sich um ein Seniorenprojekt für Personen ab 60 Jahren. Die Wohnungen sind öffentlich geförderte Sozialwohnungen, die mit einem Wohnberechtigungsschein angemietet werden können. Weil nicht alle Altmieter, die zwischenzeitlich in Ausweichwohnungen untergebracht sind, wieder zurückziehen wollen, sind in der 1 B einige Wohnungen noch nicht vermietet. Ab Mai oder Juni 2020 sollen die Wohnungen laut Stadtbau bezugsfertig sein. Interessenten können sich unter Telefon 0 86 38/9 68 66 12 informieren. In der 1 A sind alle 48 Wohnungen vermietet.

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Informationen über die Waldkraiburger Stadtbau GmbH auf der Website der Stadt Waldkraiburg

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