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Piranhas trotzen Corona

Waldkraiburger Schwimmer wollen mit vereinten Kräften nach Tokio - zu Fuß und auf dem Radl

Hanna Mitterer, hier auf dem Crosstrainer, ist so wie etwa 80 weiterre Teilnehmer mit großem Spaß dabei. privat
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Hanna Mitterer, hier auf dem Crosstrainer, ist so wie etwa 80 weiterre Teilnehmer mit großem Spaß dabei.
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Weil sie nicht gemeinsam im Wasser Sport treiben können, setzen die VfL-Piranhas auf getrenntes Trockentraining und sammeln Kilometer beim Joggen, Radln, Rolerskaten. Ihr Ziel: dabei die Kilometerzahl zu schaffen, wie die Entfernung in die Olympia-Stadt Tokio beträgt.

Waldkraiburg – „Inzwischen sind wir schon tief in Russland am Baikalsee gelandet“, gibt Alexandra Reisegast von der Schwimmabteilung im VfL Waldkraiburg Auskunft. Einen Großteil der 12 399 Kilometer von der Schulschwimmhalle in Waldkraiburg bis zum Aquatics Center in Tokio haben die „Piranhas“ damit schon geschafft.

Schon bald in Japan

„Wenn wir mit vereinten Kräften weitermachen, werden wir weit vor dem Beginn der Olympischen Spiele am 23. Juli die japanische Hauptstadt erreicht haben.“ Die VfL-Schwimmer sind gut unterwegs bei ihrem ganz speziellen, das ihr Trainer Johannes Ostner auf die Beine gestellt hat, als sich Ende Dezember abzeichnete, dass es mit gemeinsamen Trainingsstunden lange nichts werden würde.

Trainer hat sich die Idee in Dorfen abgeschaut

Als Ostner erkannte, dass die Piranhas noch eine Weile auf dem Trockenen sitzen würden und höchstens bei einer Videokonferenz trainieren könnten, griff er eine Idee der Leichtathletik-Abteilung des TSV Dorfen auf: Gleichsam als „Trockentraining“ per Radl, Schlittschuhlaufen, Rollerskaten, Joggen, Spazierengehen sollten Kilometer gesammelt und aufaddiert werden.

Alle Teilnehmer sind immer auf dem Laufenden

In Dorfen geschieht dies per Hand. Johannes Ostner, Doktorand der Statistik, schien das zu umständlich zu sein: „Ich habe zum Glück das nötige Knowhow.“ Er hat das Ganze also als Formular entwickelt, online ausfüllbar samt automatischer Berechnung. Der aktuelle Fortschritt, sowie individuelle Statistiken können in Echtzeit von allen eingesehen werden. Auch die geplante Route fast um den halben Globus lässt sich dort verfolgen.

Startschuss fiel Mitte Februar

Am 14. Februar fiel der Startschuss für alle Trainingsgruppen. Seitdem gibt es jeden Sonntag einen kleinen Zwischenbericht mit den Highlights der Woche, um alle mit den virtuell besuchten Orten bei Laune zu halten! „Die Challenge findet bei den Mitgliedern der Sparte nach wie vor großen Anklang“, freut sich der Trainer.

Über 80 Teilnehmer

Mehr als 80 Teilnehmer machen mit. Für die Übungsleiter ist die rege Beteiligung von Schwimmern aus allen Gruppen, von Eltern und anderen Erwachsenen ein großer Erfolg.

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So wurde ein Anreiz geschaffen, sich auch ohne Schwimmtraining zu bewegen. Vor allem aber vermittelt das gemeinsame Ziel auch ein Gemeinschaftsgefühl, das gerade in Corona-Zeiten so oft zu kurz kommt.

„Piranhas“ sind dem Plan schon voraus

„Sobald wir in Tokio ankommen, wahrscheinlich schon im Mai, werden wir die Aktion abschließen. Falls sich die wasserlose Zeit aber noch länger hinzieht, können wir ja im Sommer eine neue Reise starten, zum Beispiel nach Amerika oder Australien“, meint Johannes Ostner mit einer Portion Galgenhumor.

Seniorenbeirat startet Aufruf zu Spendenaktion

Der Seniorenbeirat der Stadt fand das Tokio-Projekt so gut, dass er eine Spendenaktion für die „Piranhas“ ankurbeln will. Sein Beitrag sind die ersten 100 Euro für 100 Kilometer auf dem Weg nach Tokio. Aufgerufen sind nun Firmen und Organisationen, die, je nach Spenderlaune, ihren Obolus in Form von einem Euro pro Kilometer beisteuern wollen. Infos bei Erika Fischer erika.pa@t-online.de

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Trainer Johannes Ostner hat die Aktion initiiert.

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