Waldkraiburger Realschüler wollen es ganz genau wissen

Wie eine Ausbildungin den unterschiedlichen Betrieben abläuft, darüber konnten sich die Realschüler an den einzelnen Ständen einen Überblick verschaffen. Fischer

Die Realschule Waldkraiburg hat einen Berufsinformationsabend organisiert, bei dem die Jugendlichen es ganz genau wissen wollten. Sie nutzten das breit gefächerte Angebot von Institutionen, Firmen und Fachschulen, um sich über einen möglichen beruflichen Weg zu informieren. Zum ersten Mal dabei waren Schüler aus den achten Klassen.

Waldkraiburg – „Auf 100 Ausbildungssuchende kommen heute in Bayern angeblich über 100 Ausbildungsstellen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt war für uns Schulabgänger noch nie so günstig wie zur Zeit“, lautete die treffende Einschätzung einer Neuntklässlerin der Realschule Waldkraiburg. „Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass ich mich vielfältig informiere.“

Da war es auch kein Wunder, dass ein riesiger Ansturm von ähnlich Wissbegierigen, häufig in Begleitung ihrer Eltern, das breit gefächerte Angebot von Institutionen, Firmen und Fachschulen in Anspruch nahm, die Fachschaftsleiter Johannes Hofmann mit seinem Team an die Schule eingeladen hatte. Die Firmenvertreter brachten vielfach – wie meistens – ihre Azubis und angehende Führungskräfte mit, die großteils selber die hiesigen Realschulbänke gedrückt hatten.

„Ich möchte wissen, was ich als technischer Systemplaner in einem Elektrobetrieb zu tun habe“, „Macht die militärische Laufbahn heute noch Sinn?“, „Mich interessieren die Bedingungen bei einem dualen Studium“ – mit solchen und ähnlichen Fragen scharten sich die Schüler, in diesem Jahr zum ersten Mal auch viele aus den achten Klassen, um die Betriebsvertreter.

Vielfältige Berufschancen

Wie durchlässig das bayerische Fachschul- und Hochschulsystem ist, bewiesen die vielfältigen Möglichkeiten und guten Berufschancen, die zum Beispiel die Steigenberger Akademie, die Agentur für Arbeit mit dem Angebot des Studiengangs Arbeitsmarktmanagement, die Berufsfachschule für Ergotherapie, die für Krankenpflege oder die Fachakademie für Sozialpädagogik bieten.

Denn gerade Erzieher und Kinderpflegerinnen, aber auch Kranken- und Altenpfleger werden händeringend gesucht. Dies gilt ebenso für Fachkräfte aller Art, so zum Beispiel in der Lebensmittel- und Mühlentechnik, bei Heizungsinstallateuren und Sanitärfachleuten, in den Gastro-Berufen und bei Konstruktionsmechanikern.

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Die Schüler erhielten Auskunft, was Fachinformatiker, Bankkaufleute oder Chemikanten zu tun haben. Stark vertreten auch Gewerbe und Industrie mit Ausbildungsangeboten zum Beispiel für Gebäude- und Energietechniker, Anlagenmechaniker und Fachkräften für Lagerlogistik.

Einrichtungen wie die Nutz GmbH, SGF, Baierl und Demmelhuber, der Chemiepark Gendorf, die DB Bahn AG, das Inn-Salzach-Klinikum oder die Wacker Chemie AG boten ganze Paletten verschiedenster Ausbildungsrichtungen. Andere hielten Fachvorträge wie das Finanzamt oder die MAT-GmbH.

Aussprache mit den Firmenvertretern

Auf der abschließenden Aussprache zwischen den Vertretern der Schule und den Behörden- und Firmenmitarbeitern stellte man klar heraus, dass gründliche Information über angestrebte Berufe nur durch eine intensive Kooperation möglich ist. Denn die meisten Berufsbilder ändern sich immer wieder und so wurden inzwischen Mobilität und Flexibilität längst zu wichtigen Schlüsselqualifikationen.

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