Verein hält mit Mühe zusammen

Waldkraiburger Rauhnachtsfürsten: Gegen Corona helfen die grusligsten Masken nichts

Masken gehörten auch vor Corona zu ihrem Outfit. Doch das hilft den Waldkraiburger Perchten nichts. 2020 wird ein Jahr ohne Auftritt für dei Rauhnachtsfürsten.
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Masken gehörten auch vor Corona zu ihrem Outfit. Doch das hilft den Waldkraiburger Perchten nichts. 2020 wird ein Jahr ohne Auftritt für dei Rauhnachtsfürsten.

Masken gehören zwingend zu ihrem Outfit, auch ohne Corona. Trotzdem können auch die Waldkraiburger Rauhnachtsfürsten der Pandemie nichts Positives abgewinnen. „Wir leben noch“, sagt Karl-Heinz Sterba, der von Anfang an beim Perchtenverein mitläuft. Mit Mühe halte man den Verein zusammen.

Waldkraiburg – Der letzte Auftritt war im Dezember 2019. In diesem Jahr haben sie ihre Aktivitäten vollkommen runtergefahren. „Wir hatten tatsächlich vier, fünf Anfragen“, sagt Sterba. Einzelne Veranstalter hatten überlegt, ob die Perchten nicht in einem abgesperrten Bereich auftreten könnten. „Aber wegen Corona geht nix. Das macht keinen Sinn.“ Auch der Rauhnachtsmarkt Anfang Januar in der Geretsrieder Straße ist längst abgesagt. „Irgendwann geht Corona auch wieder vorbei. Nächstes Jahr haben wir einen Impfstoff, dann entspannt sich das Ganze“, bleibt Sterba Optimist.

Für Nikolaus- und Krampusbesuche halten sie sich noch ein Türchen offen

Nur für die Nikolaus- und Krampusbesuche, bei denen jedes Jahr zwei Teams des 45 Mitglieder starken Vereins unterwegs sind, halten sie sich noch ein Türchen offen. Schon im August habe sich eine Stammkundin mit einer ersten Anfrage gemeldet. Maximal mit fünf Leuten, mit Mundschutz und am liebsten draußen hätten sie die Besuche zur Not abgewickelt. Eine Familie habe sogar eine absolute Light-Version des Nikolausbesuchs ins Gespräch gebracht: „Vielleicht schaut der Nikolaus nur zum Fenster rein.“

Mittlerweile schaut‘s wegen der hohen Infektionszahlen auch für den Nikolausdienst nicht mehr gut aus. Entschieden wird relativ kurzfristig.

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Dabei hätte es da und dort schon Stoff für ein paar ernste Worte des Nikolaus und Anlass für einen Auftritt der Kramperl gegeben, findet Sterba. „Die Leute sollten halt ein wenig mehr Disziplin und Abstand halten. Ein paar Prozent, die sich nicht dran halten, haben uns das eingebrockt. Mir tun die Wirte Leid.“ hg

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