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Moonlightshows im Innehof des Hauses der Kultur

„Das Publikum hat uns gerührt“: Waldkraiburger Kabarett Saftladen holt Programm nach

Die ganze Saftladen-Truppe ist bei den Moonlight-Shows dabei, verspricht deren Vorsitzender Hans Langbauer, hier in einer Paraderolle als CSU-Fraktionssprecher Anton Sterr.
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Die ganze Saftladen-Truppe ist bei den Moonlight-Shows dabei, verspricht deren Vorsitzender Hans Langbauer, hier in einer Paraderolle als CSU-Fraktionssprecher Anton Sterr.

Waldkraiburg – Die Kabarettgruppe Saftladen gibt am 29. Juli mit einem „Best of“ den Startschuss für die Moonlightshows im Innenhof des Hauses der Kultur. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden Hans Langbauer über das Programm und über Corona, das den spielbereiten Kommunalkabarettisten und ihrem Publikum 2020 einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.

Warum gibt es bei den Moonlightshows ein „Best of“ zu sehen? Eigentlich hätte der Saftladen doch auch nur das Programm vom Frühjahr 2020 nochmal spielen spielen können. Das haben wegen Corona so viele nicht sehen dürfen.

Hans Langbauer: Wir haben das tatsächlich überlegt. Aber nachdem wir uns noch mal das Video von der Aufführung angeschaut hatten, haben wir uns dagegen entschieden. Es sind halt einige Sachen dabei, die schwierig zu vermitteln sind, weil es ein Wahlkampf-Programm war. Auf einige Szenen werden wir deshalb verzichten aber viele Auszüge aus dem 2020er-Programm sind zu sehen.

Wie viele Programme werden im Best of denn verarbeitet?

Langbauer: Im Wesentlichen die beiden Programme von 2020 und von 2018, dazu kommt wahrscheinlich noch ein Stück aus 2016.

„Einige haben sogar den Urlaub verschoben“

Mit welcher Besetzung geht Ihr in die Moonlightshows?

Langbauer: Das ist fast unglaublich, es sind alle dabei. Einige haben sogar ihren Urlaub verschoben, damit wir zweimal spielen können.

Corona hat auch dem Saftladen 2020 einen üblen Streich gespielt. Nach drei Vorstellungen war 2020 Schluss mit dem Programm. Weit über 1000 Leute hatten schon Karten für die nächsten Aufführungen. Wie ging’s Euch damals nach der Absage?

Langbauer: An den Tag der Absage erinnere ich mich noch gut. Das hat sehr weh getan. Wenn Du so lange hinarbeitest auf ein Programm. Es war ja auch von den Akteuren her ein herausragender Kommunalwahlkampf. Und ich glaube, wir haben das satirisch auch ganz gut herausgearbeitet. Wir haben nach den ersten drei Vorstellungen im Haus der Vereine gewusst, das Stück läuft, es kommt an. Die Leute warten drauf. Deshalb waren wir auch gleich dabei, als Frau Lausmann vom Kulturamt auf uns zugekommen ist wegen der Moonlightshows. Die Vorstellungen im Großen Saal im Haus der Kultur sind ja alle ausgefallen.

Corona hat auch gezeigt, wie sehr das Publikum den Saftladen schätzt. Viele Zuschauer haben den Preis für die Karten nicht zurückverlangt, obwohl sie das Stück nicht sehen konnten. Wie ging’s Euch damit?

Langbauer: Diese Geste des Publikums war gigantisch. Ungefähr die Hälfte der Karten sind nicht mehr zurückgegeben worden. Wir waren wirklich gerührt. Wir haben die Ausgaben, zum Beispiel für Requisiten beglichen und geschaut, dass wir nicht in die roten Zahlen rutschen. Alles was darüber hinaus ging, haben wir gespendet. Auch die Stadt hat uns nicht hängen lasen bei der Saalmiete.

Werden Corona und die Pandemie-Wirren irgendwie auch im „Best of“-Programm aufgearbeitet?

Langbauer: Es gibt tatsächlich ein Stück, das sich damit beschäftigt. Aber die Aufführung bleibt tatsächlich ein Best of-Programm. Mit dem Thema Corona werden wir uns sicher noch intensiv auseinandersetzen. Im nächsten regulären Programm.

„Wir werden uns mit der Frage beschäftigen: Wie kann man ein Volk verwirren?“

Da werden wir uns mit der Frage beschäftigen: Wie kann man ein Volk verwirren? Das hat die Politik phasenweise ja ganz gut hingekriegt, die große wie die kleine. Ich bin überrascht, welche Kuriositäten man sich hat einfallen lassen. Sachen wie: Im einen Landkreis dürfen drei Leute ohne Maske im Auto sitzen, und gleich hinter der Landkreisgrenze dürfen die beiden Beifahrer die Maske abnehmen, der Fahrer muss aber maskiert bleiben. So was kommt natürlich in die Stoffsammlung.

Es wird 2022 also ein neues Programm geben?

Langbauer: Wir haben das jedenfalls fest vor. Die Räume für unsere Klausurtagung sind schon gebucht. Anfang Oktober ist das Kick off geplant, wo wir unsere Stoffsammlung gemeinsam durchgehen. Die Aufführungen planen wir zu unserer Standardzeit zwischen Ostern und Pfingsten. Wir sind guter Dinge, dass wir dann wieder unter die Leute dürfen.Interview: Hans Grundner

Termine und Kartenvorverkauf

An zwei Abenden zeigt der Saftladen das Best of-Kabarettprogramm: am Donnerstag, 29. Juli, und am Freitag, 30. Juli, jeweils um 21 Uhr im Innenhof des Hauses der Kultur. Karten gibt es im Vorverkauf immer dienstags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr im Haus der Kultur, Telefon 0 86 38/95 93 12, sowie im Haus des Buches zu dessen üblichen Öffnungszeiten. Die Kulturabteilung weist darauf hin, dass durch die Kartenbestellung als Gruppe im Rahmen der geltenden Corona-Regeln natürlich eine höhere Auslastung erreicht werden kann, da diese Personen dann zusammen sitzen dürfen!

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