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Waldkraiburger „Jubiläen“ im Jahr 2017

Das Haus des Buches wurde vor 40 Jahren eingeweiht. Fast zwei Millionen Mark hat die Stadt damals dafür ausgegeben.
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Das Haus des Buches wurde vor 40 Jahren eingeweiht. Fast zwei Millionen Mark hat die Stadt damals dafür ausgegeben.

Vor 50 Jahren endete in Waldkraiburg ein Kuriosum. Erst seitdem trägt der Bahnhof nämlich auch den Namen der Stadt, auf deren Gebiet er liegt. Es ist nicht das einzige Ereignis, das im neuen Jahr 2017 ein „rundes Jubiläum“ hat. Das gilt auch für einige Waldkraiburger Institutionen wie die IGW (70 Jahre), für städtische Einrichtungen wie das Haus des Buches (40 Jahre) und Vereine wie die VfL-Handballer (50 Jahre).

Waldkraiburg – Auf der Grundlage von Jahresrückblicken der Waldkraiburger Nachrichten und des Stadtbuches „Waldkraiburg schaut zurück“ haben wir solche Daten in diesem Artikel ohne Anspruch auf Vollständigkeit zusammmengestellt.:

Vor 425 Jahren:

Der erste Bericht über Wunderheilungen in Pürten durch Propst Abraham Cronberger an den bayerischen Herzog. Spätestens zu dieser Zeit begann die Verehrung des Grabes der seligen Alta in der Pfarr- und Wallfahrtskirche.

Vor 140 Jahren:

Die Freiwillige Feuerwehr Ebing wird gegründet.

Vor 80 Jahren:

Das Oberkommando der Wehrmacht beschließt, in der Nähe des Bahnhofs Kraiburg einen der größten Pulverfertigungsbetriebe im Deutschen Reich zu errichten. Ein entscheidender Gesichtspunkt war dabei die Lage der Bahnstation mitten im Staatswald.

Vor 75 Jahren:

Das Displaced Persons-Camp im Steinlager, das mit jüdischen Überlebenden des Holocausts belegt ist, wird aufgelöst.

Vor 70 Jahren:

Acht Firmengründer heben die „Arbeitsgemeinschaft der Industrien im Werk Kraiburg“, die spätere Industriegemeinschaft Waldkraiburg-Aschau aus der Taufe: Friedrich Schmidt, Gummiwerk Kraiburg, Emil Lode, Knopffabrik, Peter Schnelle, Waagenfabrik ATOMA, Gerhard Zeidler, Süddeutsche Bremsbelagfabrik, Richard Dampmann, Haus- und Küchengerätefabrik, Alfred Fritzsche und Adolf Löw, Leichtplattenbaubetrieb, Albert Bösner, Lack- und Farbenfabrik. Als Vorgänger-Institution der Gemeinde kümmert sich die „InGe“ von Anfang an auch um kommunale Aufgaben.

Architekt Hubert Rösler, der in diesem Jahr als Flüchtling ins Lager kommt, stellt der Industriegemeinschaft sein Konzept für die künftige Siedlungsplanung vor. (Rösler wurde drei Jahre später zum Bürgermeister der neu gegründeten Gemeinde gewählt.)

In der Barackenkirche im Flüchtlingslager wird zum ersten Mal Erstkommunion gefeiert.

Auf dem Gelände des ehemaligen Rüstungswerks werden mit Unterstützung des Bayerischen Finanzministeriums Bunker in zwei Musterhäuser umgewandelt: das „Kieslich-Haus“ in der späteren Haidaer Straße und das „Forsthaus“ in der späteren Von-der-Tann-Straße.

Die Lagerkapelle Pürten wird gegründet, aus der später die Orchestergemeinschaft hervorgeht.

Vor 60 Jahren:

Eröffnung des neuen Mittelschulgebäudes an der Dieselstraße (so hieß damals die Realschule).

In Waldkraiburg wird eine Rot-Kreuz-Kolonne gegründet.

Gründung der Braunauer Heimatgruppe (der Verein hat sich aufgelöst).

Die Versehrtensportler gründen eine eigene Abteilung im VfL Waldkraiburg (1971 haben sie sich als Verein selbstständig gemacht.)

Beitritt der Böhmerwäldler Waldkraiburg zum Deutschen Böhmerwaldbund.

Bau eines Gemeindehauses der Gemeinde Fraham in Au bei St. Erasmus.

Die Gemeinde Fraham baut ein eigenes Schulhaus bei der Ortschaft Au. Bei der Einweihung am 31. August 1957 wird es als eines der modernsten in Oberbayern gelobt.

Konrad Hugo Klein, der letzte Kurat von Ebing, stirbt (22. Januar).

Vor 50 Jahren:

Die Bahnstation „Kraiburg“ wird umbenannt in „Waldkraiburg-Kraiburg“. Die Stadt hatte viele Jahre lang darum gekämpft. Dennbis dahin war es vorgekommen, dass Fracht aus Übersee, die für Waldkraiburger Firmen bestimmt war, nie hier ankam, weil an der Nordseeküste der Zielbahnhof Kraiburg nicht mit Waldkraiburg in Zusammenhang gebracht wurde.

Die Handball-Abteilung, eine der größten im VfL, wird gegründet. In den ersten Jahren steht ihr für den Spielbetrieb nur die unbeheizte Volksfesthalle zur Verfügung. 30 Jahre später steigt sie in die Oberliga, die vierthöchste Spielklasse in Deutschland auf.

Der zweite Sudetendeutsche Turnertag findet in Waldkraiburg statt, bei dieser Gelegenheit wird auch das Ehrenmal der Sudetendeutschen Turner (heute am Jahnstadion) eingeweiht.

Die Egerländer Trachtenkapelle wird zur „Stadtkapelle Waldkraiburg“ erhoben. Die neu gegründete Stadtjugendkapelle gibt ihr erstes öffentliches Konzert.

Gründung der Heimatstube und des Heimatarchivs der Adlergebirgler (seit 1994: im Haus der Kultur)

Die Gemeinden Fraham (mit St. Erasmus), Grünthal und Jettenbach gründen einen Schulverband, die Schließung der Auer Volksschule zwölf Jahre später können sie nicht verhindern.

Vor 40 Jahren:

Gründung der Glassammlung durch Erich Kieslich (Grundlage des heutigen Glasmuseums).

Das Haus des Buches in der Siemensstraße wird eingeweiht. Fast zwei Millionen Mark hatte die öffentliche Bibliothek gekostet.

Fast ebenso viel gibt die Stadt für ihren neuen Bauhof mit Stadtgärtnerei in der Geretsrieder Straße aus.

Vor 30 Jahren:

Der neue Südfleisch-Schlachthof nimmt den Probebetrieb auf.

Das Familien- und Mütterzentrum wird eröffnet.

Der FC Türkspor wird ins Leben gerufen.

Die ersten europäischen Jugendkulturtage führen junge Folkloregruppen aus Israel, Ungarn, Jugoslawien und Irland nach Waldkraiburg.

Neupriester Stefan Füger feiert in Waldkraiburg Primiz.

Joseph Jammers, der letzte Pfarrer von Pürten, stirbt.

Vor 25 Jahren:

Der Kunstverein Innsalzach wird gegründet.

Der Rock‘n‘Roll und Boogie-Club „Hot Socks“ wird gegründet.

Das Dorferneuerungsprogramm für Ebing startet (2004 abgeschlossen).

Vor 20 Jahren:

Die Stadt Waldkraiburg übernimmt per Vertrag die örtliche Stromversorgung von den Isar-Amper-Werken. (Die endgültige technische Übergabe erfolgt im Janaur 1998.)

Die Städtepartnerschaft mit Sartrouville wird gegründet, die Fußgängerzone in Sartrouville-Platz umbenannt.

Das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt an der Riesengebirgsstraße wird eingeweiht.

Der Seniorenbeirat nimmt seine Arbeit auf, das Jugendparlament tritt zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Der Umbau und die Renovierung des ehemaligen Saalgebäudes im Föhrenwinkel, in das Stadtwerke und Stadtbau einziehen, wird fertiggestellt.

Der erste Kreisverkehr im Landkreis Mühldorf entsteht in Waldkraiburg-Niederndorf.

Der katholische Kindergarten im Föhrenwinkel wird eingeweiht.

Die Schützengilde steigt erstmals in die Luftgewehr-Bundesliga auf.

Großes Bürgerfest unter dem Motto „WIR in Waldkraiburg – Im Dialog mit der Zukunft“ mit mehr als 2000 Besuchern.

Gründung einer Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (besteht heute nicht mehr).

Durch Waldkraiburg rollt der erste Faschingszug, nach zwei Jahrzehnten ohne Gaudiwurm. Diese Tradition hält bis heute an.

Das renovierte ehemalige Pfarrhaus in Ebing wird eingeweiht.

Fertigstellung der Hochwasserfreilegung am Inn bei Kraiburg und Niederndorf/St. Erasmus. Die Maßnahme kostet rund 20 Millionen Mark.

Eröffnung der stadtgeschichtlichen Abteilung im Haus der Kultur.

Rene und Josef Feit aus Niederndorf wollen sich einen Lebenstraum erfüllen und fahren in den Tod: Bei der Rallye Peking-Paris stoßen sie in Pakistan mit einem Bus zusammen.

Oliver Daum wird deutscher Vizemeister im 800- Meter-Lauf.

Vor zehn Jahren:

Die Orchestergemeinschaft und ihr Dirigent Klaus Ertelt erhalten den Kulturpreis der Stadt Waldkraiburg.

Gustl Schenk, Stadtrat und Vorzeigebayer, ist in einer bundesweiten Imagekampagne der Deutschen Post das Gesicht des Freistaats.

Julia Mürkens, die erste Miss Waldkraiburg, wird zur Miss Bayern gewählt.

Auf dem Volksfest hat der neue Wirt Jochen Mörz Premiere.

Das Vorhaben der neuen Pächter, im Lokal „Dudlhofer“, nahe dem Schulzentrum, eine Stripteasebar einzurichten, sorgt für Aufregung. Der Antrag wird von der Stadt abgelehnt.

Die Stadt Waldkraiburg richtet einen Fonds für von Armut bedrohte Kinder ein.

Der Weltklassekunstspringer Jan Hempel macht aus 20 Metern einen Salto ins Sprungbecken des Waldbades.

Vor fünf Jahren:

Waldkraiburg richtet die Weltmeisterschaft im Eisstocksport aus.

Das Bildungszentrum Kubiwa wird mit dem oberbayerischen Integrationspreis ausgezeichnet.

Der Waldkraiburger Yalcin Öczan, der Fahrgäste vor einem betrunkenen und bewaffneten Mann beschützt wird im Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“ mit dem Sonderpreis für Zivilcourage ausgezeichnet. hg

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