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JUGEND FORSCHT

Waldkraiburger Gymnasium an der Spitze: Tobias Stadler gewinnt beim Regionalwettbewerb

Seminarleiterin Karin Sedlmayr motivierte den Abiturienten Tobias Stadler, seine Arbeit bei „Jugend forscht“ einzureichen. Er entwickelte eine CT-Erweiterung zur Aufnahme dreidimensionaler Röntgenbilder.
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Seminarleiterin Karin Sedlmayr motivierte den Abiturienten Tobias Stadler, seine Arbeit bei „Jugend forscht“ einzureichen. Er entwickelte eine CT-Erweiterung zur Aufnahme dreidimensionaler Röntgenbilder.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Es ist wohl der bekannteste Schülerwettbewerb: Jugend forscht. In der Vergangenheit haben Schüler vom Gymnasium Waldkraiburg bereits viel geforscht und Preise gewonnen. Beim diesjährigen Regionalwettbewerb stand Abiturient Tobias Stadler mit seinem Beitrag „Computertomographie im Eigenbau“ an der Spitze.

Waldkraiburg/Oberbergkrichen – Das Waldkraiburger Gymnasium nimmt schon seit Langem erfolgreich bei „Jugend forscht“ teil. Karin Sedlmayr, Lehrkraft für Mathematik und Physik, bietet mittlerweile seit 2011 den Wahlunterricht „Jugend forscht“ an. Zahlreiche Zweit- und Dritt-Platzierungen sowie Sonderpreise und Sonderauszeichnungen kamen dabei heraus. Nun aber steht das Gymnasium an der Spitze des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ im Bereich Physik.

Dieser Erfolg ist Tobias Stadler zu verdanken. Der junge Mann aus Oberbergkirchen erhielt neben dem ersten Preis in Physik auch noch den Sonderpreis Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung sowie den Sonderpreis IQ Test. Jetzt tritt Tobias Stadler auf Landesebene an.

Dreidimensionale Röntgenbilder

Ein Röntgengerät gibt es bereits am Gymnasium Waldkraiburg. Doch nun wurde die Apparatur enorm aufgewertet und einer Erweiterung zugeführt. Hinter dieser Veränderung hin zu einem Computertomografen steckt Tobias Stadler von der Q-12, der in seiner Seminararbeit eine CT-Erweiterung zur Aufnahme dreidimensionaler Röntgenbilder für das schuleigene Röntgengerät entwickelte. Abgesehen von der Konzipierung und dem Aufbau des Gerätes erstellte der 18-Jährige zusätzlich die entsprechende Software zur Steuerung des gesamten Prozesses.

Dass bei derlei Leistungen Seminarleiterin Karin Sedlmayr hellhörig wurde, versteht sich von selbst. Sie motivierte ihren Schüler seine Arbeit bei „Jugend forscht“ zu präsentieren. Ein guter Tipp, denn Tobias Stadler belegte mit seinem Beitrag beim Regionalwettbewerb München-Nord im Fach Physik den ersten Platz.

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Da freut sich auch Schulleiter Helmut Wittmann und erklärt: „Insgesamt machten 30 Teilnehmer beziehungsweise Teams mit. Schlussendlich wurden in verschiedenen Kategorien neun Arbeiten mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Dieser Preis wird aber nur vergeben, wenn auch Erfolgschancen bestehen beim bayerischen Landeswettbewerb.“ Die nächste Runde findet wie schon der Regionalwettbewerb online statt und ist auf den 24. und 25. März datiert.Siegerehrung ist am 26. März.

Die Auszeichnung für den Regionalwettbewerb erhielt der Gymnasiast per Videochat, die durch Vertreter des Veranstalters, hier die Flughafengesellschaft München, laut vorgetragen wurde. „Der diesjährige Preisträger im Fachgebiet Physik vereinigte geschickt seine Kompetenzen aus verschiedenen Fachgebieten und entwickelte für den Physikunterricht ein einsatzbereites CT-Gerät für 40 Euro, das ebenso brauchbare 3D-Bilder erzeugt, wie ein im Handel für über 6.000 Euro erhältliches Modul.

Unter enormen Zeitaufwand programmierte er die Bild bearbeitende Software mit einer übersichtlichen graphischen Benutzeroberfläche, wodurch er seine Aufnahmen eines Legosteins stetig verbessern konnte“, heißt es in der Laudatio. Wie Tobias Stadler zugibt, hätte er sich ohne große Erwartungen beim Regionalwettbewerb angemeldet. Sein Motto „Läuft, wie´s läuft“ will er auch beim Landeswettbewerb anwenden.

Elektrotechnik nach dem Abitur

Natürlich möchte er sein Projekt bestmöglich darstellen und das Feedback der Regionalwettbewerbs-Jury umsetzen. Dass naturwissenschaftliche Schulfächer auf den ersten Blick für viele nicht besonders reizvoll erscheinen, ist dem Gymnasiasten bewusst. In seiner Wahrnehmung sieht es allerdings so aus: „Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen sind jedoch sehr wichtig um sich beispielsweise im Internet mit komplexeren und anwendungs- und praxisbezogeneren Themen wie Programmieren oder Elektronik auseinander zusetzen. Ich finde es faszinierend, mich mit solchen Technologien zu beschäftigen, sie zu verstehen und für meine eigenen Zwecke zu verwenden.“

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Was der 18-Jährige noch hervor hebt: „Es gibt für mich kein besseres Erfolgsgefühl, als bei Dingen, deren Software und Hardware ich von Grund auf selbst entwickelt habe, zu sehen, wie sie zum ersten Mal funktionieren“. Kein Wunder also, dass Tobias nach dem Abitur Elektrotechnik studieren will.

Interesse an naturwissenschaftlichen Themen wecken

Das Interesse an naturwissenschaftlichen Themen und damit auch die Teilnahmen an Wettbewerben wie „Jugend forscht„ bestärkt das Waldkraiburger Gymnasium schon früh. „Bereits in der 5. Klasse wird im Fach Natur und Technik in einer Unterrichtstunde pro Woche in geteilten Klassen experimentiert“, erklärt Schulleiter Helmut Wittmann. Die Unterstufenschüler werden so an den bayernweiten Wettbewerb „Experimente antworten“ herangeführt.

In der Mittelstufe kann zum Beispiel an der bundesweiten Chemie-Olympiade oder dem Wettbewerb Dechemax mit Aufgabenstellungen aus Chemie und Biologie teilgenommen werden. Die Teilnahme an „Jugend forscht“ komplettiert diesen Kanon. Tüftler und Bastler können auch schulintern am alljährlich stattfindenden „Egg-Race“ der Fachschaft Physik teilnehmen – wenn nicht Corona die Veranstaltung verhindert. „Dieses Konzept schärft das Profil der naturwissenschaftlichen Fächer und Erfolge, wie jetzt der von Tobias, zeigen, dass es durchaus erfolgreich ist.“

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