Waldkraiburg: WSGW will noch vor Weihnachten in den Neubau in der Berliner Straße ziehen

Mauerten im Eingangsbereich eine Zeitkapsel ein: Alexander Ries (von links), Johannes Kessner, Werner Meisenecker und Uwe Krämer sind stolz auf „ihr“ neues Haus.
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Mauerten im Eingangsbereich eine Zeitkapsel ein: Alexander Ries (von links), Johannes Kessner, Werner Meisenecker und Uwe Krämer sind stolz auf „ihr“ neues Haus.

Es ist eine der größten Baustellen im Stadtgebiet von Waldkraiburg, noch da zu an einer prägnanten Stelle: Der Rohbau des neuen WSGW-Gebäude an der Berliner Straße ist fertig. Noch vor Weihnachten soll Umzug sein.

von Sonja Hoffmann

Waldkraiburg – Ein Richtfest konnte es aufgrund der Corona-Situation leider nicht geben. Aber die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Waldkraiburg (WSGW) wollte die Fertigstellung des Rohbaus in der Berliner Straße auch nicht einfach im Alltag untergehen lassen. Das Einmauern einer Zeitkapsel mit der aktuellen Tageszeitung hat eine größere Feier ersetzt.

Alles im Plan

Es ist in Waldkraiburg eine der größten Baustellen momentan und „an sehr prägnanter Stelle ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklung“, wie Bauamtsleiter Carsten Schwunck erklärt: der große Rohbau an der Berliner Straße, wo die WSGW alte Wohnhäuser abgerissen und neue Wohn- sowie Geschäftsflächen geplant hat.

Architekt Kessner (links) und Geschäftsführer Meisenecker (rechts) sehen zu, wie Baustellenleiter Alexander Ries die Zeitkapsel einmauert.

„Ein Lob an alle Beteiligten – trotz Corona liegen wir voll im Bauzeitplan und im Kostenplan“, freute sich Kämmerer Uwe Krämer, der mit Geschäftsführer Werner Meisenecker, Architekt Johannes Kessner und ausführendem Bauleiter Alexander Ries die Zeitkapsel im zukünftigen Eingangsbereich des neuen Hauses einmauerte. Der Rohbau ist soweit fertig. Schon im Dezember will die Verwaltung der WSGW hier im Erdgeschoss einziehen.

18,4 Millionen Euro Gesamtkosten

Das Architekturbüro Kessner war für die Ausführungsplanung und Bauleitung zuständig. Eine Besonderheit sei die vorgehängte Fassade, die die Kollegen Leukert und Riedl geplant hatten, führte Kessner aus. Sie sei beinahe wartungsfrei und optisch etwas Besonderes. Zusammen mit dem Massivbau, der besser als die üblichen Baustandards ausgeführt sei, habe man auf jeden Fall eine optisch wie baulich hochwertige Ausführung erreicht. Am besten ist aber, dass die gesamte Baustelle unfallfrei geblieben ist.

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Da es dann doch ein paar Herausforderungen gegeben hat, sei man mit gerade einmal drei Prozent Kostenüberschreitung bisher sehr zufrieden, fügte Geschäftsführer Meisenecker hinzu. Zum Beispiel habe es eine Gesetzesänderung bezüglich der Entsorgung von belastetem Erdreich gegeben, die gesamte Anlieferung musste durch die enge Iglauer Straße erfolgen und die Lagerung der Materialien irgendwo außen ums Gebäude herum. Nicht zuletzt musste einer der Kräne im Boden der Tiefgarage verankert und später mit einem anderen Kran wieder herausgehoben werden.

Wenn es fertig ist, wird das Projekt voraussichtlich rund 18,4 Millionen Euro gekostet haben. Da ist es auch gut, dass man die Stadt frühzeitig eingebunden hat. „Die Baustelle ist aus Sicht der Stadt sehr einvernehmlich und ohne Probleme abgelaufen“, bestätigt Schwunck.

Wohnungen werden 2021 fertig

Am 21. Dezember will die Verwaltung der WSGW umziehen, bis 6. Januar sei geschlossen, am 7. Januar 2021 solle der erste Parteienverkehr im neuen Haus möglich sein. Von Januar bis August werde man dann sukzessive die Wohnungen im restlichen Haus fertig stellen. „Die WSGW konnte allen vorherigen Mietern, die das wollten, Wohnungen zur Verfügung stellen“, versicherte Meisenecker. „Im neuen Haus werden deshalb sowohl „alte“ als auch neue Mieter einziehen.“

Ob und wenn ja, wann eine größere Einweihung, möglicherweise mit einem Tag der offenen Tür verbunden, stattfinden kann, lässt die WSGW aktuell offen. Zu groß ist die Unsicherheit, was in Corona-Zeiten möglich sein wird.

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