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Nachwuchs-Rettungsdienstler

Wie steht es um die Zukunft des Roten Kreuz in Waldkraiburg?

Die Jugendleiterinnen des BRK Waldkraiburg (von links): Jasmin Ehmer, Jessica Henke und Anja Grossmann. Seitz
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Die Jugendleiterinnen des BRK Waldkraiburg (von links): Jasmin Ehmer, Jessica Henke und Anja Grossmann. Seitz

Rettungsdienst, Hundestaffel, Wasserwacht - Damit die Arbeit des BRK auch in Zukunft erfolgreich bleibt, braucht es engagierte Menschen. Doch wie läuft eigentlich die Jugendarbeit?

Waldkraiburg – Sie engagieren sich für Soziales, setzen sich für Gesundheit und Umwelt ein, Handeln für Frieden und Völkerverständigung und übernehmen Verantwortung im politischen und gesellschaftlichen Leben – die Mitglieder im Bayerischen Rote Kreuz (BRK).

Ihr Aufgabengebiet ist sehr vielseitig: Rettungsdienst, Bereitschaften, Rettungshundestaffel, Wasserwacht, Helfer im sozialen Bereich und vieles mehr. Um die Arbeit des BRK auch in Zukunft so erfolgreich fortzuführen, bedarf es engagierter Menschen, egal ob Jung oder Alt. Deshalb ist auch die Jugendarbeit enorm wichtig. In Haag gibt es bereits ein Bayerisches Jugendrotkreuz (BJRK). Seit dem 18. September 2021 gibt es das auch in Waldkraiburg. In den Räumen des BRK an der Mozartstraße lernen aktuell 22 kleine Nachwuchs-Rettungsdienstler von der Pieke auf die Arbeit der Rot-weißen-Helfer kennen.

BRK muss strenge Corona-Vorschriften beachten

Betreut werden sie unter anderem von den Jugendleiterinnen Jessica Henke (19), Anja Grossmann (50) und Jasmin Ermer (23), alle aus Waldkraiburg, Vier Gruppenleiter gibt es und fünf Gruppenhelfer. Alle sind sie erfahrene Mitglieder des BRK. Ihr Einsatz für die gute Sache ist ehrenamtlich. Auch das BRK muss die strengen Corona-Vorschriften beachten. Treffen sind abhängig vom Inzidenzwert. Ist dieser zu hoch, wird eine Zwangs-Trainingspause eingelegt, wie bei allen Vereinen und Einrichtungen.

„Wir üben in kleinen Gruppen. Aktuell sind bis höchstens acht Kids pro Veranstaltung möglich. Ohne Corona wären es etwa 17. Alle kommen nie auf einmal zu einer Veranstaltung. Das verteilt sich“, sagt Jugendleiterin Grossmann. Auch ihr Enkel Finn (8) ist seit der Neugründung des BJRK dabei. Er findet es toll, was seine Oma und die anderen Helfer machen. Die Kinder lernen nicht nur viel, sie haben auch eine Menge Spaß.

„Ich fühle mich gut, wenn ich weiß, dass ich helfen kann“

„Ich bin beim Jugendrotkreuz, weil meine Mama das wollte und es mir auch richtig viel Spaß macht. Wir lernen hier ganz viel, zum Beispiel wie man Verbände anlegt und was man sagen muss, wenn man den Notruf wählt. Einen Sanka haben wir uns auch schon von innen und außen angeschaut“, erzählt Martin Winterer (7), Schüler aus Aschau. „Ich fühle mich gut, wenn ich weiß, dass ich helfen kann, wenn jemand verletzt oder in Not ist. Ich freue mich schon aufs Zeltlager, das wir hoffentlich bald machen werden. Ich hoffe, dass noch viele Kinder zu uns kommen“, setzt er fort.

Auch Hannah Brückner (12), Schülerin aus Aschau, ist mit Begeisterung dabei. Sie kam zum Jugendrotkreuz, weil sie mal wieder etwas Neues ausprobieren wollte und wegen ihrer Freunde. „Meine Freundin Sara ist auch beim Jugendrotkreuz. Ihr Papa Wolfgang ist beim BRK in Waldkraiburg. Die Betreuer sind supertoll. Hier entstehen auch neue Freundschaften und man trifft nette Menschen“, erzählt Hannah. „Wir haben hier Spiel und Spaß. Am tollsten finde ich, dass wir Erste Hilfe lernen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man helfen kann. Ich würde jedem raten zum Roten Kreuz zu gehen, denn man lernt hier auch sehr viel fürs Leben.“

Ausbildung des BRK-Nachwuchses richtet sich nach Leitfaden

Die Ausbildung des BRK-Nachwuchses richtet sich nach einem Leitfaden für das Jugendrotkreuz. An den müssen sich die Jugendleiter halten. Da trockene Theorie nichts für Kinder ist, wird vieles spielerisch erlernt. „Mit Stühlen symbolisieren wir ein Auto. Die Kinder stellen dann das Warndreieck dahin, wo es beim Unfall stehen sollte. Sie lernen die stabile Seitenlage, wie man eine Rettungsdecke benützt und wie man sich bei einem Unfall richtig verhält“, erklärt Jugendleiterin Henke. „Inzwischen haben die das total verinnerlicht. Die Kinder machen das richtig klasse.“ Grossmann, Henke und Ermer wünschen sich, dass der Nachwuchs beim BJRK wächst.

Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Das Programm ist bunt und lehrreich: Zeltlager, Workshops, Fortbildungen, Projekte, Seminare und Ausbildung zum Jugendhelfer. Sommer-, Weihnachtsfeste und sonstiges gemütliches Beisammensein gehört dazu. Kinder, die beim BJRK eine Sanitätsausbildung absolviert haben, sind natürlich auch für den Schulsanitätsdienst eine große Bereicherung. Jeder der dazu kommt, gehört ins Team und hat die Möglichkeit später einmal in einen speziellen Bereich zu wechseln. Weitere Infos gibt es unter www.kvmuehldorf.brk.de.

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