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Glaube als Basis für seine Arbeit in Pürten

20 Jahre Pfarrgemeinderats-Vorsitzender: Multi-Talent Wolfgang Hintereder fällt Abschied schwer

Wolfgang Hintereder war 20 Jahre lang Pfarrgemeinderats-Vorsitzender.
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Wolfgang Hintereder war 20 Jahre lang Pfarrgemeinderats-Vorsitzender.

Wolfgang Hintereder war zwei Jahrzehnte als Pfarrgemeinderats-Vorsitzender im Einsatz. Der dreifache Familienvater betreibt neben seiner beruflichen Tätigkeit mit seiner Frau Martina den „Holzhauser Hof“, zu dem eine Bio-Landwirtschaft gehört und „Ferien auf dem Bauernhof“ angeboten werden.

Von Christa Bachmaier

Waldkraiburg/Pürten – „In der Pfarrei etwas zu bewirken und voranzutreiben“, das war Wolfgang Hintereder in den 20 Jahren wichtig, in denen er sich im Pfarrgemeinderat Pürten/St. Erasmus eingesetzt hat.

Doch jetzt ist für ihn Schluss als Vorsitzender. Eine Entscheidung, die ihm schwer fällt. 2002 wurde er erstmals in das Gremium gewählt und bildete mit Claudia Anzinger und Wolfgang Holzner das erste „Vorstands-Dreier-Gespann“, nachdem sich kein Einzelner zur Verfügung stellte. Somit trat Wolfgang in die Fußstapfen seines Vaters Franz Hintereder, der bis 2002 als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates 16 Jahre lang engagiert gewirkt hatte.

Pastorale Wechsel zu stemmen

Gab es im Führungsteam dann auch einzelne Veränderungen, jedoch war Wolfgang Hintereder ganze zwei Jahrzehnte als Vorsitzender tätig. Zudem hatte er sich ebenso lange auch im Pfarrverbandsrat eingebracht, davon vier Jahre als dessen Vorsitzender. Sein Interesse am lebendigen Glaubensleben in der Pfarrei kam nicht von ungefähr, ist er doch in einer christlichen und naturverbundenen Familie aufgewachsen. Aus zeitlichen Gründen ist der 49-Jährige nun aus dem Gremium ausgeschieden.

Der dreifache Familienvater betreibt neben seiner beruflichen Tätigkeit mit seiner Frau Martina den „Holzhauser Hof“, zu dem eine Bio-Landwirtschaft gehört und „Ferien auf dem Bauernhof“ angeboten werden. Engagiert setzt sich Wolfgang auch im Stadtrat als Umweltreferent ein und ist zudem – mehrere Instrumente spielend – musikalisch nicht unbegabt.

„Es ist mir schwergefallen, im Pfarrgemeinderat aufzuhören. In unserer Pfarrei Pürten/St. Erasmus ist es schön, etwas zu bewirken. Es läuft alles und es gibt viele gute Ideen, viele engagieren sich. Wir hatten in den 20 Jahren auch pastorale Wechsel zu stemmen, was mit Herausforderungen verbunden war. Ein über viele Jahre laufendes und oft zeit- und nervenaufreibendes Projekt mit einigen Hürden war die Restaurierung unseres Pfarrhofes, die 2016 mit der Einweihung den Abschluss fand“, erinnert sich Hintereder, der auch dem „Gremium Pfarrhof“ angehörte.

„Dabei hat mir Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger versprochen, dass er in Pürten – was seit 40 Jahren nicht mehr gewesen ist – die Firmung spenden wird. Dies hat er 2019 wahrgemacht“, zählt Wolfgang Hintereder zu seinen schönsten Erlebnissen in seiner PGR-Zeit.

Nicht immer gleicher Meinung

„Mein Glaube ist mir sehr wichtig und das sehe ich als Basis für die Arbeit als PGR. Für die christlichen Werte einstehen und sie leben. Mir war wichtig, den Menschen das Gefühl zu verschaffen, dass sie gerne zur Pfarrei gehören und sich engagieren, jeder mit seinen Stärken und Talenten. Ich sah meine Aufgabe darin, Anliegen und Ideen zusammenzutragen, den Rahmen und den Raum für eine lebendige und offene Gemeinde zu schaffen. Den Kontakt zu halten mit Ehrenamtlichen, Pfarreimitgliedern und dem Seelsorgeteam. Die Aufgabe hat mir immer Freude gemacht, vor Ort etwas zu bewirken und dabei zu sein, wo viele sofort mitmachen - das macht Spaß“, sagt Hintereder.

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An ihn ging ein besonderer Dank von Claudia Anzinger, die 20 Jahre lang mit ihm im Vorsitz war und künftig mit Veronika Spierer und Michael Schranner das neue Vorstandsteam bildet. „Waren wir in dieser Zeit auch nicht immer einer Meinung, zusammen bildeten wir jedoch eine starke Front. Du hast dich immer eingesetzt, dass es pulsiert und sich etwas rührt in der Gemeinde, besonders auch in der Jugendarbeit. Für deinen Einsatz danke ich dir im Namen der Pfarrei und persönlich für die gute Zusammenarbeit!“, sagt Claudia Anzinger.

Zwölf Jahre lang hatte sich auch Josef Manstetter junior sehr engagiert im Pfarrgemeinderat eingesetzt und war unter anderem für die Organisation verschiedener Veranstaltungen zuständig, darunter der Pfarr-Frühschoppen oder Pfarrfasching. Ebenfalls in vielfältiger Weise, wie als Caritas-Beauftragter oder für Liturgisches zuständig, hat sich acht Jahre lang Andreas Wachter engagiert. Mit Urkunden, Blumen und dem Sri-Lanka-Kreuz haben Pater Jacek Styrczula und das neue Vorstandsteam zudem weiteren scheidenden Pfarrgemeinderats-Mitgliedern für ihren Einsatz gedankt.

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