Ausbildung zur Pfarrerin geht zu Ende

Vikarin verlässt Kirchengemeinde: „Waldkraiburg war das Beste, was mir passieren konnte“

Lässt viele Freunde zurück: Vikarin Inga Seidel.
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Lässt viele Freunde zurück: Vikarin Inga Seidel.
  • vonUrsula Huckemeyer
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Drei Jahre bereitete Inga Seidel in Waldkraiburg als Vikarin auf den Pfarrerberuf vor. Jetzt verlässt sie die Kirchengemeinde mit vielen guten und wichtigen Erfahrungen. „Waldkraiburg war das Beste, was mir passieren konnte.“

Waldkraiburg/Haag – In der evangelischen Kirchengemeinde Waldkraiburg dreht sich in diesem Jahr das Personalkarussell. Pfarrer Simon Stritar verließ die Stadt bereits zum 1. April. Seine Wirkungsstätte ist nun die Kirchengemeinde Altötting. Seine Frau, Pfarrerin Anita Leonhardt wechselt Ende Juli als geschäftsführende Pfarrerin nach Mühldorf. Und auch Vikarin Inga Seidel kehrt nach drei Jahren im Sommer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde den Rücken.

Viel Lob für Pfarrer Schmidt und die gesamte Gemeinde

Mit Lob geizt Inga Seidel jedenfalls nicht, wenn sie über Pfarrer Lars Schmidt und die gesamte Kirchengemeinde spricht. „Dass ich vor drei Jahren für mein Vikariat nach Waldkraiburg gekommen bin, war das Beste, was mir passieren konnte“, sagt die 28-Jährige, die im Sommer ihre Ausbildung beendet. Sie darf sich anschließend „Pfarrerin zur Anstellung“ nennen. Zum 31. August heißt es für die Ehefrau und Mutter von zwei kleinen Buben Koffer packen. Inga Seidel verlässt die Stadt.

Neuen Einsatzort erfährt Seidel Ende Mai

Ihren neuen Einsatzort erfährt die Haagerin erst Ende Mai. Sie blickt aber zuversichtlich in die Zukunft: „Freilich wird es schwer sein, ein zweites Mal eine Gemeinde wie Waldkraiburg zu finden. Ein Neubeginn woanders ist sicher nicht einfach, aber auch stets eine Chance.“

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Der Beruf bringe es halt mit sich, immer wieder mal einen Neuanfang wagen zu müssen. Und ewig könne sie nicht in Waldkraiburg bleiben, das war Inga Seidel von vornherein klar. Vor der Zukunft sei ihr jedoch nicht bange, schließlich sei Gott an ihrer Seite, das wisse sie aus frühester Kindheit.

Pfarrerin – der „schönste Beruf aller Zeiten“

„Die Theologie wurde mir nämlich in die Wiege gelegt, da meine beiden Eltern ebenfalls Pfarrer sind. Sie haben mir und meinem Bruder den Beruf als den schönsten Beruf aller Zeiten vorgelebt.“ Die Vikarin betont, ihr Leben sei glücklich so wie es ist, und dazu habe Waldkraiburg einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Pfarrer Lars Schmidt sieht sie als einen fantastischen Mentor. „Ich konnte unglaublich viel von ihm lernen.“ Auch auf ihre familiäre Situation habe der Pfarrer immer Rücksicht genommen. Schließlich war die 28-Jährige zu Beginn ihres Vikariats noch alleinerziehende Mutter.

Ehrenamtliche zeigen tollen Einsatz

Was Inga Seidel besonders hervorhebt: „Pfarrer Schmidt hat mich und meinen Mann getraut. Das war ein echtes Highlight für uns.“ Begeistert erzählt sie außerdem vom Zusammenhalt und der Unterstützung in der gesamten Kirchengemeinschaft. „Gerade auch die vielen Ehrenamtlichen zeigen vollen Einsatz, was mich wirklich beeindruckt hat“

Rückblickend ist sich die Vikarin sicher nach ihrem Abschied Freundschaften zu tollen Menschen mitzunehmen. Ihr Vikariat sei eine sehr prägende Zeit gewesen. Die Kirchengemeinde werde sich für sie immer wie ein Stück Heimat anfühlen.

Verabschiedet wird die „Pfarrerin zur Anstellung“ am Samstag, 24. Juli, um 15.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche.

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