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VOR 50 JAHREN

Weil Baubehörde Geld sparen wollte, wurde Bayernbrücke in Waldkraiburg erst richtig teuer

Mit der Erweiterung der Bayernbrücke (links/im Hintergrund) über die Staatsstraße 3252 wurde die Zufahrt in die Stadtmitte kreuzungsfrei.
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Mit der Erweiterung der Bayernbrücke (links/im Hintergrund) über die Staatsstraße 3252 wurde die Zufahrt in die Stadtmitte kreuzungsfrei.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Eigentlich wollte die Staatliche Baubehörde beim Bau der Bayernbrücke in den 1960er-Jahren Geld sparen. Doch am Ende wurde es teuerer.

Waldkraiburg und die Welt – Der Verkehrsknotenpunkt „Waldkraiburger Bayernbrücke“ ist so unfallträchtig, dass das Straßenbauamt sechs Jahre nach Abschluss der Maßnahme das Brückenbauwerk umgestalten will und die Verbindung vom Stadtzentrum zum Wohngebiet vier im Waldkraiburger Süden nun doch kreuzungsfrei macht. Das berichtet die Zeitung in der Woche vor 50 Jahren.

Umbau für 1,5 Millionen Mark

Mitte der 1960er-Jahre war nur eine Brücke über das Bahngleis gebaut worden und südlich der Brücke bei der Auffahrt eine Kreuzung. Ursprünglich wollte man bei diesem Straßenbauprojekt Geld sparen, jetzt wurde es richtig teuer – 1,5 Millionen Mark kostet der Umbau, dann führt die Brücke auch über die Staatsstraße. Die Kosten teilen sich der Freistaat und die Stadt, die 250 000 Mark zahlen muss und von Anfang an auf die große Lösung gedrängt hatte. (Im Juni 1972 wurde die Baumaßnahmen abgeschlossen; Anm. d. Red.)

Faschingsbilanz 1971: 15 000 Ballbesucher

Im Fasching 1971 war was los. Die Bilanz der Zeitung: 15 000 Besucher kamen zu den Bällen, jeweils über 1000 Karten wurden für den Feuerwehrball, den Rosenmontagsball des VfL und den sogenannten „Sexball“ eines auswärtigen Veranstalters verkauft. Zu den vier Veranstaltungen der Faschingsgesellschaft Bohemia-Bavaria kamen 3000 Leute. Zahlen, von denen die Vereine heute nur träumen können.

Ökumenische Premiere

Ökumenische Premiere: Erstmals ist in Waldkraiburg zum Weltgebetstag der Frauen ein gemeinsamer Gottesdienst der katholischen und evangelischen Frauen. Aufgrund der neuen Straßenverkehrsordnung muss der Bauhof im Stadtgebiet 214 Schilder aufstellen.

Der Viehbestand in der Stadt, damals noch ohne die ländlichen Ortsteile, nimmt ständig ab. 14 Pferde, acht Rinder, 15 Schweine sechs Ziegen und zwei Schafe werden in den Ställen der Stadt gezählt. Zugenommen hat das Federvieh: auf 538 Hühner, 23 Puten und 24 Enten.

Zuerst schien der Landkreis Mühldorf zu den Gewinnern der Gebietsreform zu zählen, die Stadt Töging sollte ihm zugeschlagen werden. Dann plötzlich steht eine Beschneidung des Landkreises im Raum. Die Gemeinde Schwindkirchen könnte verloren gehen. Landrat Erich Rambold schreibt einen Protestbrief an den Innenminister, weist dies zurück und fordert seinerseits eine Abrundung um Töging, die Gemeinden Reichertsheim, Grüntegernbach und Wasentegernbach sowie Engelsberg im Süden und Teile des Landkreises Vilsbiburg, der aufgelöst werden soll.

Fünf-Tage-Woche auch bei Bäckern?

„Am Samstag ohne warme Semmeln?“ – Wie aus einem anderen Film liest sich diese Schlagzeile über einem Bericht zur Jahreshauptversammlung der Mühldorfer Bäckerinnung. Der Landesinnungsobermeister kündigte an, dass sich „über kurz oder lang“ auch im Bäckerhandwerk die Fünf-Tage-Woche durchsetzen werde.

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